Gute Aussichten für den Flugzeughersteller aus Toulouse. Airbus setzt zum Höhenflug an, nachdem 2017 erheblich mehr Gewinne einbrachte als erwartet. In diesem Jahr sollen 800 Verkehrsflugzeuge vom Band rollen. Leider wird das große Vorhaben von Triebwerksproblemen überschattet, welche es in Frage stellen.

Überschuss von 2,87 Milliarden Euro

Diese Zahl kann sich sehen lassen, denn sie entspricht fast dem Dreifachen des Vorjahres. Schon damit konnte Airbus sein selbsternanntes Ziel weit übertreffen. Wäre es nicht zu den Schwierigkeiten mit dem Militärflieger A400M gekommen, würde das Ergebnis noch rosiger aussehen. Nach einer längeren Talfahrt zieht die Airbus-Aktie wieder an. Gut 7 Prozent gab es als kurzfristigen Sprung im Chart zu verzeichnen. Auf das gesamte Jahr bezogen sind es 9 Prozent. Was dem stärksten Wachstum im MDax entspricht.

Außerdem gab es für die Aktionäre noch eine Gewinnausschüttung von 1,50 Euro je Anteilsschein. Ein netter Zugewinn und ein Anstieg zu den 1,35 Euro aus 2016. Mit seinen Verkehrsflugzeugen, Militärmaschinen, Hubschraubern und der Raumfahrttechnologie, setzte das Unternehmen aus Toulouse viel um.

Airbus-Chef Tom Enders feierte die Rekordzahl von verkauften Flugzeugen: «Dank unserer sehr guten operativen Ergebnisse – insbesondere im letzten Quartal – haben wir all unsere Ziele für 2017 übertroffen.»

Wie gesagt, diese Leistung ist umso beeindruckender, wenn man die Belastungen wegen des Transportflugzeugs A400M berücksichtigt. Airbus muss 1,3 Milliarden Euro tiefer in die Tasche greifen. Ein Ergebnis der Nachverhandlungen und den späteren Auslieferungsterminen auf die man sich mit sieben Abnehmerstaaten einigen konnte.

Immer wieder die Triebwerke

Umsatztechnisch gelang kein so gutes Wachstum. Aber es ging trotzdem von 66,6 auf 66,8 Milliarden hinaus. Außerdem konnte Airbus 24 Milliarden mehr an Auftragsvolumen verbuchen und liegt nun bei 158 Milliarden Euro.

In diesem Jahr sollen nun allein 800 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert werden. Die Probleme mit den Triebwerken von Pratt & Whitney halten an. Erst hatte die europäische Luftfahrtbehörde EASA eine Warnung ausgesprochen. Darauf folgte der US-Kollege FAA. Es geht um jene Triebwerke die im neuen Airbus A320neo verbaut sind. Hier braucht es eine schnelle Klärung der Sachlage. Andernfalls bleibt das Ziel von Airbus in den Sternen stehen.