Klarna bereitet Börsengang in den USA vor
Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna hat die Weichen für einen Börsengang in den USA gestellt. Das Unternehmen plant, mindestens eine Milliarde US-Dollar einzunehmen und strebt eine Bewertung von 15 bis 20 Milliarden US-Dollar an. Damit wäre es einer der größten Fintech-IPOs der letzten Jahre.
Klarna, bekannt für sein „Buy Now, Pay Later“-Modell, hat in den vergangenen Jahren eine wechselhafte Entwicklung durchlaufen. Während die Bewertung 2021 noch bei rund 46 Milliarden US-Dollar lag, fiel sie 2022 infolge der Marktkorrekturen auf 6,7 Milliarden US-Dollar. Seither hat sich das Unternehmen stabilisiert und setzt mit dem geplanten Börsengang auf neues Wachstum.
Parallel dazu hat Klarna eine strategische Partnerschaft mit Walmart in den USA angekündigt. Kunden des Einzelhandelsriesen erhalten künftig Zugang zu Klarnas flexiblen Ratenzahlungsoptionen, ein Schritt, der die Präsenz des Fintechs im wichtigen US-Markt weiter stärken dürfte.
Mit dem IPO könnte Klarna eine neue Wachstumsphase einläuten und sich langfristig als einer der führenden Anbieter im digitalen Zahlungsverkehr positionieren. Der Börsengang wird zudem als Signal für die gesamte Fintech-Branche gewertet, in der sich weitere Unternehmen – darunter Revolut und SumUp – auf einen möglichen Gang an die Börse vorbereiten.
Ob Klarna die angestrebte Bewertung erreicht und wie der Markt auf das IPO reagiert, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass sich der Wettbewerb im digitalen Zahlungsverkehr weiter verschärft – und Klarna mit seinem Börsengang eine entscheidende Rolle in dieser Entwicklung spielen könnte.