Zwei der beliebtesten Tech-Aktien stehen in dieser Woche massiv unter Druck. Amazon hat mit seinem neuesten Quartalsbericht enttäuscht. Die Einnahmen sind stark eingebrochen. Währenddessen leidet Apple zunehmend unter Lieferengpässen bei den Halbleitern.
Amazon laufen die Angestellten weg
Im zurückliegenden Quartal haben sich die Einnahmen von Amazon zum Vorjahr mehr als halbiert. Als wäre das nicht genug, stiegen die Kosten, vor allem bei den Frachtlieferungen. Ebenso zahlt der Konzern nun höhere Löhne. Doch am schlimmsten trifft den Versandhändler wohl, dass ihm die Arbeitskräfte fehlen. Was angesichts des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts, eine sehr schlechte Ausgangslage darstellt. Der weltweit agierende Konzern hat zudem Probleme mit mangelnden Containern, um seine Logistik aufrecht zu erhalten.
Dies alles führt dazu, dass Amazon seinen Ausblick für das vierte Quartal deutlich nach unten drückt. Bestenfalls soll sich ein Betriebsgewinn von drei Milliarden US-Dollar ergeben. Es könnte jedoch auch dazu kommen, dass Amazon beim operativen Ergebnis gerade so schwarze Zahlen schreibt. Im Vorjahrszeitraum schlug noch ein Gewinn von 6,9 Milliarden Dollar zu Buche.
Amazon beschäftigt mittlerweile knapp 1,5 Millionen Mitarbeiter. Durch das Anheben von Löhnen und Boni-Zahlungen, versucht das Unternehmen derzeit die Lieferkrise zu überbrücken. Diese Unternehmungen kosten jedoch viel Geld. Womit die Erwartungen der Anleger nicht erfüllt werden konnten und vermutlich auch für das vierte Quartal enttäuscht werden.
Lieferengpässe bei Halbleitern bedrohen Apples Bilanz
Ähnlich problematisch sieht es bei Apple aus. Der iPhone-Hersteller kämpft mit den Lieferengpässen in der Halbleiter-Branche. Einerseits gelang es dem Konzern abermals zu wachsen. Andererseits hätte Apple deutlich mehr erreichen können, würden die Lieferketten nicht so instabil sein. Schlussendlich liegt die Produktion deutlich unter den Kapazitäten.
Apple fürchtet, dass das Weihnachtsgeschäft die Probleme noch deutlicher zum Ausdruck bringen werde. Der negative Ausblick sorgte dafür, dass das Apple-Wertpapier nachbörslich um fünf Prozent nachgab.
Firmenchef Tim Cook hatte die neueste Prognose vorgelegt. Bei Apple begann das neue Geschäftsquartal am 26. September. Cook erklärte, dass die Chipkrise zu Umsatzeinbußen von etwa sechs Milliarden Dollar führen werden. Problematisch sind dabei auch Produktionsausfälle in Südostasien, welche durch Corona bedingt sind.
Immerhin das Streamen von Musik sowie Apple TV+ können sich sehen lassen. Zum Vorquartal sprangen die zahlenden Kunden von 700 auf 745 Millionen an.