Nun reiht sich auch Amazon zwischen andere Tech-Konzerne ein und ruft nach Sparmaßnahmen. An erster Stelle könnten bis zu 10.000 Arbeitsplätze wegfallen. Zeitgleich rät Amazon-Gründer privaten Haushalten und kleinen Unternehmen dazu, jetzt auf größere Zukäufe zu verzichten. Er rechnet mit einer starken Nachwirkung durch die Inflation.

Größte Entlassungswelle in der Unternehmensgeschichte

Der wirtschaftliche Abschwung macht sich auch beim Online-Giganten Amazon bemerkbar. Eine geringere Kaufbereitschaft mündet voraussichtlich in weniger Umsatz. Schon Ende Oktober gab der Konzern eine abgeschwächte Prognose für das letzte Quartal bekannt. Amazon CEO Andy Jassy hat Investoren darauf vorbereitet, dass nun auch sein Unternehmen umdenken muss.

Bislang standen bei Amazon alle Zeichen weiterhin auf Expansion. Währenddessen haben andere Techfirmen wie Microsoft, Twitter, Snap und Meta ihre Aussichten schon längst reduziert. Amazon erklärte nun bis auf Weiteres keine Neueinstellungen umzusetzen. Darüber hinaus steht wohl die größte Entlassungswelle in der Geschichte des Unternehmens bevor. Mitte November wurde dazu ein Blogbeitrag veröffentlicht.

Die „New York Times“ hatte einen Insider zum Interview geladen. Dieser rechnet damit, dass Amazon allein in den USA mindestens 10.000 Anstellungen aufkündigen wird. Was knapp drei Prozent aller Mitarbeiter bedeuten dürfte.

Somit plant auch Amazon den Gürtel enger zu schnallen, um mittelfristig wieder profitabler zu sein. Für Investoren ist dies ein wichtiges Signal, denn die Aktie hat sich innerhalb eines Jahres fast halbiert.

Bezos ruft zum Sparen auf

Jeff Bezos, der sich Mitte 2021 aus dem aktiven Amazon-Geschäft zurückzog, teilt die Ansicht des neuen CEO. Jedoch nicht nur für das Unternehmen, sondern die gesamte US-Wirtschaft. Weshalb er per Twitter und andere Medienkanäle zum Sparen aufrief. Die Auswirkungen der hohen Inflation seien derzeit unberechenbar. Deshalb sollten sich Privatpersonen von finanziellen Risiken trennen, wie es ihnen derzeit möglich ist.

Bestehende Kredite sind vorzeitig zu tilgen und Überschüsse zur Seite zu legen. Um im Ernstfall darauf zurückgreifen zu können. Hausbesitzer sollten vor allem ihre laufenden Finanzierungen im Auge behalten. Durch die drastisch gestiegenen Leitzinsen steht vielen ein böses Erwachen bevor, wenn ihre Zinsbindung bald ausläuft. Die neu verhandelten Zinsen können aktuell leicht das Zwei- bis Dreifache betragen!