Neben dem Online-Versandhandel, verdient Amazon mit Filmen und Serien nicht schlecht. Zwar können viele Titel kostenlos über eine Prime-Mitgliedschaft angeschaut werden, doch die Mehrheit der Inhalte bleibt auch dann kostenpflichtig. Im starken Konkurrenzkampf mit Netflix, Disney+ & Co braucht es hierbei neue schlagkräftige Argumente. Jetzt soll Amazon sein Interesse an MGM geäußert haben.
James Bond bald bei Amazon Prime Video?
Mit Eigenproduktionen baut Amazon Prime Video seinen exklusiven Status weiter aus. Über den Zukauf von MGM könnte sich der Streaming-Dienst weitere Titel von großem Erfolg sichern. Zu MGM gehören unter anderem die Filme mit James Bond, die Terminator-Reihe sowie Rocky mit Sylvester Stallone. Alles absolute Dauerbrenner bei Filmfreunden.
Bei MGM soll es derzeit nicht so gut laufen. Daher wäre jetzt der Zeitpunkt für eine günstige Übernahme vorhanden. In Medienkreisen kursiert nun das Gerücht, Amazon habe Verhandlungen mit MGM aufgenommen. Zum Filmstudio gehört auch noch eine ganze Reihe von Serien. Darunter das Stargate-Franchise und „Vikings“, aber auch Kindersendungen wie MGM Cartoons sowie Tom & Jerry. Viele Inhalte davon sind bereits auf Amazon kostenpflichtig verfügbar. Jedoch befinden sie sich nicht im Besitz des Konzerns.
Für 9 Milliarden US-Dollar zu haben
Den Berichten nach habe MGM bereits einen Preis von neun Milliarden US-Dollar aufgerufen. Behauptungen, MGM wolle sich einen Käufer suchen, kursieren schon seit Monaten. Ebenso sollen Comcast und Apple ihr Interesse bekundet haben. Denen war das Angebot jedoch bislang zu teuer, heißt es.
Das Unternehmen mit dem „brüllenden Löwen“ im Intro hat sich seit 1924 weltweit einen großen Namen gemacht. Amazon bekäme auf einen Schlag ein deutlich größeres Portfolio an Filmen und Serien. Momentan besitzt der Hedgefonds Anchorage Capital den Löwenanteil am Hollywood-Studio. Dann kam die Corona-Krise im vergangenen Jahr und fast alle Kinos blieben lange Zeit geschlossen. Der nächste Bond-Film „No Time to Die“ steht schon länger in den Startlöchern. Doch sein Start wurde mehrfach verschoben.
Auch mit fortschreitenden Lockerungen ist davon auszugehen, dass der Streaming-Boom einen gewissen Nachhall erzeugt. Die Online-Portale verzeichneten in den letzten Monaten starke Zuwächse. Manche Filmstarts wurden sogar ins Internet verlegt, um sie nicht weiter aufschieben zu müssen.