In 2021 sah es zwischenzeitlich so aus, als würden die Absatzzahlen von Apple hinter den Erwartungen zurückbleiben. Doch im vierten Quartal lieferte der Technologieriese wieder kräftig ab. Den Löwenanteil des Umsatzes generierte dabei abermals das iPhone. Insgesamt gelang es dem Konzern weiter zu wachsen und Anleger zufriedenzustellen.

iPhone-Verkäufe steuerten knapp 60 Prozent bei

Zu Beginn der letzten Woche setzte ein großer Ausverkauf an den Börsen ein. Dafür soll vor allem die geplante Zinserhöhung der US-Notenbank verantwortlich sein. Aber auch die geopolitischen Konflikte sind nicht von der Hand zu weisen. Doch zurück zu den Leitzinsen. Denn steigen diese, leidet vor allem der Technologiesektor darunter. In vorauseilendem Gehorsam verloren Tech-Aktien viel Boden – so auch Apple.

Doch die neuesten Quartalszahlen schaffen Hoffnung. Der Umsatz von Apple erreichte knappe 124 Milliarden US-Dollar. Was ein Wachstum von elf Prozent bedeutet. Rund 60 Prozent der Erlöse sind auf die iPhone-Verkäufe zurückzuführen. Einen großen Absatzsprung erzielte Apple in China, wo der Marktanteil unter den Smartphones nun bei 23 Prozent liegen soll. Damit hängte der US-Konzern die regionale Konkurrenz erstmalig seit vielen Jahren ab.

Von der Chip-Krise keine Spur

Apple-Chef Tim Cook hatte im Oktober noch davor gewarnt, dass die Lieferengpässe bei den Halbleitern zu weniger Umsatz führen dürften. Dieser Rückgang um einige Milliarden Dollar trat tatsächlich ein, doch es ist ein Licht am Ende des Tunnels. Außerdem scheint Apple seine Logistik besser auf den Punkt gebracht zu haben und generierte deswegen so gute Ergebnisse.

Beim Gewinn sah es für Apple sogar noch besser aus. Dieser legte um fast 20 Prozent zu und verweilte somit bei 34,6 Milliarden US-Dollar. Die guten Nachrichten zum Geschäftsquartal befeuerten den Aktienkurs um vier Prozent. Doch seit Jahresbeginn steht das Wertpapier noch unter Druck und hat bis dato etwa zehn Prozent abgegeben.

Apple hat durch die Veröffentlichung seiner iPhone-13-Modelle alles richtig gemacht. Das vergangene Quartal war von knapp 83 Millionen verkauften iPhones gekennzeichnet. Ebenso ließen sich viele Mac-Computer absetzen. Hier gilt das vermehrte Arbeiten im Home Office während der Corona-Pandemie als begünstigender Faktor. Mit den Macs verdiente Apple immerhin 10,9 Milliarden US-Dollar.

Während die bisherigen Kassenschlager stabile Kennzahlen liefern, mangelt es Apple derzeit ein wenig an Kreativität. Neue, innovative Produkte sind gefragt, um das Alleinstellungsmerkmal des Konzerns zu fördern.