Die führende Kryptowährung, der Bitcoin, ist nur etwas für Anleger mit starken Nerven. Seine furiose Geschichte nimmt kein Ende. Dabei bleibt er extrem volatil und sollte bestenfalls als sehr risikoreiche Geldanlage betrachtet werden. Sein Anteil am Gesamtportfolio sollte deshalb nur wenige Prozent ausmachen, um eine konservative Strategie zu fahren. Das enorme Potential gleicht diesen geringen Einsatz idealer Weise wieder aus. Momentan legt der Bitcoin-Kurs wieder kräftig zu. Von seinem Allzeithoch ist er jedoch noch weit entfernt.

Bitcoin wieder über $50.000

Im April erzielte der Bitcoin mit knapp 64.900 US-Dollar seinen bislang höchsten Wert. Kurz darauf kam es zu einer enormen Talfahrt. Im Juli erreichte die Digitalwährung dann ihren vorläufigen Tiefpunkt. Wer zuvor eingestiegen war, musste mit ansehen, wie gut die Hälfte seines Investments verloren ging. Geduldige Anleger werden jetzt aber belohnt. Denn der Bitcoin-Kurs kämpft sich zu seiner alten Stärke zurück. Nun gelang es ihm, die Marke von 50.000 US-Dollar erneut zu knacken.

Laut einer Schätzung von „Coinmarketcap“ erzielen alle verfügbaren Kryptowährungen derzeit einen Anlagewert von zwei Billionen Dollar. Der Bitcoin nimmt davon den Löwenanteil ein. Für die nun wieder positive Entwicklung werden mehrere Faktoren verantwortlich gemacht. Unter anderem der kraftvolle Zukauf von Kryptowährungen im Portfolio von Coinbase. Die virtuelle Plattform erlaubt den Handel mit Kryptos und investiert selbst in diese. Zudem wagte sie im April den Gang an die Börse.

Bitcoin zeigt sich robust gegen schlechte Nachrichten

Darüber hinaus möchte das e-Wallet PayPal mehr Kryptowährungen akzeptieren und diese einer größeren Kundschaft bereitstellen. Als nächsten Markt wird PayPal dabei Großbritannien erschließen. Neben Bitcoin und Bitcoin Cash, akzeptiert der Zahlungsdienst nun auch Ethereum sowie den Litecoin. Die dafür aktuellen Umrechnungskurse sind auf der Webseite von PayPal zu finden. Das Unternehmen beteiligt sich damit an der fortschreitenden Digitalisierung, welche durch Corona erheblich an Tempo gewann.

Negative Schlagzeilen kann der Kurs vom Bitcoin derzeit gut verkraften. Zuletzt war von Hacker-Angriffen und einer höheren Steuerbelastung in den USA zu lesen. Die erbeuteten Millionen sind dabei nur einen Tropfen auf dem berühmten heißen Stein gewesen. Betroffen war die japanische Kryptobörse Liquid, welche den Handel für Untersuchungen aussetzte.