Die einen lieben Kryptowährungen, andere wollen sie vom Finanzmarkt verdrängen. Viele Anleger scheuen Bitcoin & Co noch immer als Beimischung in ihrem Portfolio. Verständlich, denn die digitalen Zahlungsmittel gelten als sehr volatil. Doch ebenso steckt enormes Potential in ihnen. Das Land El Salvador gilt als Pionier, wenn es darum geht, den Bitcoin salonfähig zu machen. Nachdem er bereits im September als offizielles Zahlungsmittel erkannt wurde, folgt nun der nächste große Schritt.
Der Bau einer Bitcoin-Stadt
Seitens der Regierung wurde nun ein Mega-Projekt angeordnet, welches derzeit einzigartig wäre. Dafür will man extra die Erdwärme im großen Stil anzapfen. Weshalb der Standort nahe dem Vulkan Conchagua gewählt wurde. Mit der regenerativen Energie will man dann die Digitalwährung schürfen. Denn davon wird sehr viel benötigt, wenn man die Rechenleistung für das Bitcoin Mining antreiben möchte.
Investoren sind herzlich eingeladen, sich am Bau von Wohnungen, Büros und Einkaufsmöglichkeiten zu beteiligen. Die Regierung wiederum will dafür die Infrastruktur bereitstellen. Hinzu kommt, dass die Bitcoin City als Steuerparadies geplant ist. Lediglich eine Mehrwertsteuer will man in der Sonderwirtschaftszone erheben.
El Salvadors Präsident Bukele will hier ein Zeichen setzen. Für das kommende Jahr sind sogar Bitcoin-Staatsanleihen angedacht. Sollte dieses Projekt gelingen, würde es mit Sicherheit viele Nachahmer finden. Was die Akzeptanz von Digitalwährungen deutlich erhöhen würde.
Indien verbietet Digitalwährung weitestgehend
Doch es gibt auch Länder, welche sich gänzlich vom Bitcoin abwenden. Indien zum Beispiel tendiert in die entgegengesetzte Richtung. Statt den Bitcoin sinnvoll zu regulieren, kommt es nun zu einem fast vollständigen Verbot von Digitalwährungen.
Schon kommende Woche wird ein Gesetzesentwurf im indischen Parlament eingereicht. Sollte dieser wie geplant in Kraft treten, dürfte nur noch die örtliche Zentralbank ihre eigene Digitalwährung bereitstellen. Zwar wolle Indien die Blockchain-Technologie ausbauen, doch das Bezahlen mit Bitcoin & Co stünde dann unter Strafe.
Schon allein diese Ankündigung verunsicherte Anleger. Denn schlussendlich müssen die Kryptowährungen meistens gegen Dollar, Euro oder auch Indische Rupien eingetauscht werden, um sie nutzbar zu machen. Mit dem neuen Gesetz hätte Indien vielleicht die Möglichkeit, alle damit verbundenen Gelder einzufrieren. Bereits seit 2018 hat die Regierung den Handel mit Digitalwährungen teilweise verboten. Der Oberste Gerichtshof negierte den Entschluss aber wieder. Trotzdem änderte sich nichts an der negativen Haltung seitens der Regierung.