In der Gaming-Welt bahnt sich eine große Fusion an. Microsoft zeigt schon seit geraumer Zeit sein Interesse an Activision Blizzard. Der Spielentwickler von Diablo, World of Warcraft, Overwatch und weiteren erfolgreichen Titeln scheint nicht abgeneigt. Jetzt haben die Aktionäre von Blizzard dem Deal zugestimmt. Allerdings gilt es noch eine weitere Anforderung zu erfüllen und diese könnte die Übernahme noch scheitern lassen.
Zustimmung von 98 Prozent
Bei der Abstimmung zeigten sich die Aktionäre sehr zufrieden damit, sollte Microsoft die Geschäfte in naher Zukunft fortführen. Immerhin ist der Konzern selbst seit Jahren mit Videospielen erfolgreich. Auch Spieler dürften die Übernahme begrüßen, da sie mit einer größeren Angebotsvielfalt rechnen können. Es ist gut denkbar, dass Microsoft den „Game Pass“ um einige Spiele von Activision erweitert. Hierbei handelt es sich um ein monatliches Abo, wodurch Nutzer unbegrenzten Zugriff auf Games erhalten. Fügt Microsoft diesem Game Pass Titel wie Word of Warcraft und Call of Duty hinzu, gewinnt das Abo erheblich an Wert.
Allerdinge ist der Zukauf noch längst nicht sicher. Eine reale Gefahr besteht durch die Wettbewerbshüter der FTC. Die US-Behörde legt ihren Fokus zunehmend auf kritische Prüfungen im Technologiesektor. In jüngster Vergangenheit schaffte es die FTC unter anderem, den Grafikkartenhersteller Nvidia die Übernahme vom britischen Unternehmen ARM zu verübeln.
69 Milliarden US-Dollar sind geboten
Microsoft will sich diesen Deal einiges kosten lassen. Mit dem Ziel, anschließend das drittgrößte Gaming-Unternehmen zu besitzen. Der Zukauf beziffert sich auf 69 Milliarden US-Dollar. Noch größer sind derzeit nur Sony und Tencent. Die FTC hat wohl auch deshalb ein Auge auf Microsoft, da bereits letztes Jahr die Übernahme von Zenimax Media stattfand. Das Mutterunternehmen besitzt Bethesda, ein ebenfalls sehr erfolgreichen Entwicklerteam.
Gegenwind erhält Microsoft ebenso aus der Politik. Verschiedene US-Senatoren möchten den Deal unterbinden. Sie befürchten eine starke Konsolidierung in der Techbranche. Deshalb herrscht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Sicherheit darüber, ob die Übernahme gelingt oder nicht.