Kurz nach dem Jahreswechsel wurde klar, dass BMW seine Prognose für dieses Jahr dämpfen muss. Generell hat die Autobranche stark unter Corona gelitten. Jetzt meldete sich der Münchner Fahrzeughersteller mit aktuellen Zahlen zurück. Diese fallen wie erwartet aus. Ein verhaltener, aber dennoch optimistischer Ausblick bleibt.
Konzernergebnis fällt um knapp 42 Prozent
Im Autogeschäft läuft es noch lange nicht wieder rund, aber es wird allmählich besser. BMW gab an, dass das Konzernergebnis (vor Steuern) um knapp 42 Prozent fiel. Soweit der aktuelle Stand von Jahresbeginn bis Ende September. Bei der Ebit-Marge gibt der Autobauer an, bestenfalls drei Prozent zu erzielen. Sie könnte aber ebenso null betragen, heißt es.
Wie es für den Rest des Jahres ausgeht, da mag sich BMW nicht festlegen. In einer Mitteilung hieß es dazu: „Nach einer Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfelds im dritten Quartal nimmt die Dynamik der Pandemie nunmehr wieder deutlich zu.“ Somit sei die weitere Entwicklung sehr ungewiss. Beim Konzernergebnis erwarte man ein Gesamtminus über zehn Prozent.
Das dritte Quartal, zwischen Juli und September, erzielte ein fast zehn Prozent höheres Konzernergebnis vor Steuern. Diesen rund 2,5 Milliarden Euro stand ein Umsatzrückgang von 1,4 Prozent auf etwa 26,3 Milliarden gegenüber. Wohingegen der Überschuss von BMW mit 1,8 Milliarden um 17 Prozent höher lag.
BMW profitiert derzeit stark vom Geschäft in China. Dort brach das Coronavirus zuerst aus und die harten Einschnitte der Regierung zeigten Wirkung. Weshalb sich der Automarkt dort zügig erholen konnte.
BMW ändert Strategie bei E-Autos
Bislang planten die Münchner, ihre Antriebe auf derselben Plattform zu konzipieren. Doch nun erklärte BMW-Chef Oliver Zipse: „Wir richten unsere Fahrzeugarchitektur ab Mitte des Jahrzehnts neu aus.“ Er sprach dabei von einer „neuen Cluster-Architektur“, welche auf elektrische Antriebe spezialisiert sei.
Der Plan ist hierbei, in 2025 das ungarische Werk auf eben diese Plattform umzustellen. „Unser neues Werk in Ungarn spielt hier eine Schlüsselrolle. Dort läuft ab Mitte dieses Jahrzehnts die neue BEV-zentrierte Architektur an“, führte Zipse weiter fort. Diese Umstellung folgt dem Druck des Betriebsrats. Ihm sei es wichtig, eine eigene E-Architektur zu verwenden.