Für ein gut diversifiziertes Aktien-Portfolio setzen Anleger auf verschiedene Branchen sowie Regionen. Während wir von Fanum Consulting den Fokus hauptsächlich auf US-Wertpapiere legen, kann eine Beimischung aus China nicht schaden. Allerdings ziehen immer dunklere Wolken über dem Reich der Mitte auf. Investoren reagieren deshalb verunsichert, weil die momentanen Probleme länger Bestand haben dürften.
Schrumpfender Außenhandel bereitet Sorgen
Momentan exportiert China weniger als zu Beginn der Corona-Pandemie. Ebenso die Importe brechen ein. Zwar lockert Peking jetzt seine strikten Corona-Regeln langsam, aber der angerichtete Schaden sitzt bereits zu tief. Deshalb ist nicht mit einer kurzfristigen Erholung zu rechnen. Anleger sollten daher genau ihre Chancen prüfen, ob sich ein halten oder verkaufen ihrer chinesischen Wertpapiere mehr lohnt. Gerne stehen wir Ihnen hier mit unserer langjährigen Erfahrung zur Seite (unsere Kontaktmöglichkeiten). Oder nutzen Sie unseren kostenfreien Depotcheck, um unsere Meinung zur Ihren Aktien und ETFs zu erhalten.
China hat sich selbst nur teilweise in diese schwierige Lage gebracht. Die weltweit sinkende Nachfrage in diversen Branchen, plus die aktuelle Energiekrise, senken die Wirtschaftsleistung in vielen Ländern. Bereits vor der Corona-Pandemie griff das Reich der Mitte mit hohem finanziellen Aufwand seinen Unternehmen unter die Arme. Zeitgleich entstand mit dem Ex-Präsidenten Donald Trump ein Handelskrieg mit zahlreichen Sanktionen und Strafzöllen. Diese Probleme setzen sich unter dem amtierenden US-Regierungschef Joe Biden fort.
China kämpft nun an vielen Fronten und sollte in naher Zukunft einen geringeren Aufschwung seiner Konjunktur erleben. Wenn überhaupt, denn manche Signale deuten sogar auf einen negativen Trend hin. Bspw. wurden die Ausfuhren im November um mehr als 8 Prozent reduziert. Bei den Importen war es sogar über 10 Prozent. Mit einem so starken Abschwung hatte wohl kein Analyst oder Ökonom gerechnet.
Corona-Proteste haben Wirkung gezeigt
Erschwerend kommt hinzu, dass die Zahl der Proteste im Land wächst. Der Unmut richtete sich zunächst nur gegen die strikten Corona-Maßnahmen. Die Polizei griff daraufhin hart durch und erzürnte die Bevölkerung nur noch mehr. Mittlerweile hat die Regierung in Peking etwas eingelenkt und möchte bei den Beschränkungen mehr Milde walten lassen.
Doch die Proteste haben schon weitere Themen auf ihrer Agenda. Es geht um die hohe Inflation gepaart mit steigenden Lebenshaltungskosten. Außerdem sind immer mehr Menschen mit dem Führungsstil in Peking unzufrieden und halten ihre Meinung nicht mehr zurück. Zeitgleich fordert die Weltbank mehr Bereitschaft zu Reformen, um das angeschlagene China wieder besser aufzustellen.