Heute machen wir ausnahmsweise keinen Abstecher in die USA, sondern bleiben im deutschsprachigen Raum. Denn dort herrscht derzeit eine neue Goldgräberstimmung. Allerdings erstrahlt der begehrte Rohstoff dieses Mal in sattem Grün. Die Rede ist vom Cannabis, welches in Deutschland bald legalisiert werden soll.

So hat es sich die amtierende Ampel-Koalition auf die Fahne geschrieben. In den Vereinigten Staaten und Kanada zeichnet sich seit geraumer Zeit ein Milliardengeschäft mit Blüten, Ölen & Co ab. Nun soll es zeitnah in Deutschland zu einem ähnlichen Ansturm kommen. Anleger könnte jetzt schon einen guten Riecher beweisen und sich an den richtigen Unternehmen beteiligen.

Bedarf an bis zu 600 Tonnen Cannabis-Blüten

Es muss die weibliche Hanfpflanze sein und von dieser sind vorwiegend die Blüten relevant. Denn in ihnen steckt ein hoher CBD-Anteil. Diese Abkürzung steht für „Cannabidiol“ und diese nicht-psychoaktive Substanz ist für allerlei positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit bekannt. Sie dockt an speziellen Rezeptoren an und kann darüber bspw. das Immunsystem stärken und Entzündungen vorbeugen.

Die Blüten selbst können geraucht oder als Tee-Aufguss konsumiert werden. Ferner lässt sich daraus ein CBD-Öl gewinnen. Schon wenige Tropfen genügen, um eine beruhigende Wirkung zu erzielen. Manche Angstpatienten schwören auf CBD, welches sie bis dato meistens nur vom Arzt verschrieben bekamen. Hinzu kam der internationale Handel, über den CBD bislang bezogen wurde.

Doch nun will auch Deutschland in absehbarer Zeit den Weg für den Anbau hierzulande frei machen. Dazu trafen sich jüngst Branchen-Vertreter aus diversen Ländern zum „ICBC“. Berlin versammelte führende Hersteller und Lieferanten um sich. Der Aufwand lohnt sich, denn es wird angenommen, dass Deutschland pro Jahr bis zu 600 Tonnen an Cannabis-Blüten benötigt. Kein Wunder also, dass eine euphorische Stimmung herrscht. Alles deutet auf ein Milliardengeschäft hin, an dem auch der deutsche Fiskus gut verdienen würde.

Worauf sollten sich Anleger konzentrieren?

Spannend ist schon jetzt zu beobachten, welche Unternehmen aus weltweiten Kreisen womöglich in einen deutschen Produktionsstandort investieren wollen. Die Ampel-Regierung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Cannabis legalisieren. Der Zeitpunkt ist noch unbekannt, aber der frühe Vogel fängt bekanntlich den dicksten Wurm.

Ebenso interessant sind die Zulieferer. Für den Cannabis-Anbau werden hohe Mengen an Energie benötigt. Teilweise erfolgt eine durchgehende Beleuchtung, aber in jedem Wachstumsstadium sind mindestens acht Stunden pro Tag notwendig. Da kommen Photovoltaik-Anlagen ins Spiel und ebenso Hersteller spezialisierter Lampen.