Theoretisch befinden wir uns inmitten der E-Auto-Revolution. Immer mehr Autobauer bieten verschiedene Modelle zum Kauf an. Doch momentan stockt das Absatzwachstum. Eine aktuelle Umfrage beziffert einen leicht negativen Trend. Was auch daran liegen dürfte, dass die meisten Elektrofahrzeuge nur für Gutverdienende geeignet sind. Doch dies dürfte sich mit steigender Konkurrenz und höheren Produktionskapazitäten in absehbarer Zeit ändern.
Erstmaliger Rückgang verzeichnet
Das Umfrageergebnis stammt von UBS Evidence Lab. Dort findet die Erhebung zu vollelektrisch angetriebenen Fahrzeugen seit 2016 statt. Entsprechend viele Daten liegen diesem Vergleich vor. Eine kürzlich erfolgte Auswertung ergab, dass es gegenüber dem Vorjahr zu einem Rückgang von drei Prozent kam. Damit zogen nur 46 Prozent diese Antriebstechnologie in Betracht.
Dieser negative Trend sei vor allem auf die schlechte Stimmung unter den Verbrauchern zurückzuführen. Insbesondere in Europa erschienen E-Autos oftmals als zu teuer. Weshalb die Wahl wieder öfters auf Verbrennungsmotoren fiel.
Ein Mangel an Elektrofahrzeugen gibt es nicht. Jedoch können sich nur wenige Hersteller ein gutes Kosten-Umsatz-Verhältnis leisten. Den meisten ist es derzeit schlichtweg nicht möglich, ein rentables Produkt anzubieten. Tatsächlich gelingt dies derzeit nur dem Branchenprimus Tesla sowie seinem chinesischen Konkurrenten BYD.
Eroberung des Massensegments steht noch aus
E-Autos sollen erschwinglicher werden. Doch bislang werden die meisten Modelle nicht für das Massensegment produziert. Damit sind elektrisch angetriebene Fahrzeuge für einen Preis von unter 30.000 US-Dollar gemeint. Hier besitzen momentan Tesla und BYD die besten Chancen schnell Fuß zu fassen. Schwieriger sieht es da für Mitbewerber wie Ford, Audi, VW, Volvo und Renault aus. Premium-Fahrzeuge genießen dagegen eher einen Kultstatus und können sich auf eine treue Fangemeinde verlassen.
Schlussendlich geht es also um gute Margen und da genießen die Spezialisten die bessere Positionierung. Tesla und BYD können am wahrscheinlichsten dieselben Margen erzielen wie andere Autobauer mit Verbrennern.
Die eingangs erwähnte Auswertung stellte zudem fest, dass Tesla weiterhin der Marktführer in Sachen E-Autos sei. Mit Ausnahme von China, wo der regionale Konkurrent BYD die Spitzenposition einnimmt. Zu anderen Produzenten besteht in diesem Segment ein weiter Abstand, heißt es.