Wer sich im Internet Videospiele kaufen und sofort nutzen möchte, der schaut meistens bei Plattformen wie Steam oder Gog.com. Wobei dies mit dem „sofort spielen können“ nur bedingt stimmt. Denn vorher müssen noch die Dateien heruntergeladen werden. Mitunter sind dies viele Gigabyte und einige Stunden. Google verfolgte mit „Stadia“ einen revolutionieren Ansatz, indem es Videospiele „on demand“ anbot. Doch was anfangs so innovativ und vielversprechend klang, wird in den kommenden Wochen eingestampft.
Anfang 2023 ist Schluss mit Stadia
Google respektive Alphabet wollte sich mit Stadia einen neuen Geschäftszweig erschließen. Spieler konnten die Titel direkt auf ihrem Endgerät abrufen. Dabei war es egal, ob sie einen Desktop PC, Laptop oder ihr Smartphone verwendeten. Sofern es das Game hergab, konnten übergreifend auf allen Geräten Fortschritte erzielt werden.
Zum Start wurden dafür diverse YouTuber und Streamer als Kooperationspartner gewonnen. Die Werbung war auf vielen Kanälen zu sehen und das Konzept von Stadia schien gut anzukommen. Doch dann trat eine ominöse Stille um das Projekt ein. Google schaltete keine Werbung mehr und nun ist auch der Grund dafür bekannt. Anfang 2023 geht Stadia schon wieder vom Netz.
Dabei hatte der Konzern das Projekt erst Ende 2019 ins Leben gerufen und die Idee gilt weiterhin als zukunftsweisend. Denn es bedarf nur einer schnellen Internetverbindung. Das Spiel selbst lädt über die Server des Betreibers. Doch das erhoffte Interesse blieb auf lange Sicht aus. Es ergaben sich nicht genügend Stammnutzer und so verbrannte Google viel Geld.
Am 18. Januar 2023 geht Stadia vom Netz
Aus Sicht der Anleger hätte sich Google damit eine tolle neue Einnahmequelle erschließen können. Die Gaming-Industrie ist milliardenschwer und stets offen für neue Technologien. Auch Nvidia sowie Microsoft expandieren in diese Richtung. Nun wieder mit etwas weniger Konkurrenz, denn zum 18. Januar 2023 erfolgt die Abschaltung von Stadia.
Bis dahin können Nutzer der Plattform noch spielen und sich vor allem restliches Guthaben erstatten lassen. Das dazugehörige Entwicklerstudio wird dann geschlossen. Dennoch möchte Google der Gaming-Branche treu bleiben. Mit Stadia stand die Idee im Raum, seine eigens entwickelte Technologie an andere Unternehmen zu vermarkten. Zudem kündigte der Konzern an, weiterhin in Tools und Technologien dieser Art zu investieren.