Angesichts der langanhaltend niedrigen Leitzinsen und des schwankenden Aktienmarktes, aber auch wegen dem schwachen Ölpreis, flüchten sich viele Anleger wieder in Gold als Anlage. Vor allem die USA kaufte im ersten Halbjahr 2016 massiv ein. Amerikanische Gold-Fonds sind nun wieder auf dem Weg zur Spitze.

Edelmetalle liegen 2016 im Trend

Gold und Silber haben die letzten Jahre viel einstecken müssen. Investoren setzten verstärkt auf Aktien und Rohöl, weil deren Preise in die Höhe schossen. Mit diesem Jahr leitete sich eine Kehrtwende ein. Nun sind die Edelmetalle wieder absolut gefragt. Im Dezember erreichten Gold und Silber ein absolutes Tief. Seitdem geht es nur noch bergauf, für Silber bspw. um mehr als 40 Prozent. Aktuell müssen 20 Dollar pro Unze bezahlt werden.

Der Goldkurs entwickelte sich nicht ganz so solide, aber insgesamt sehr positiv. Seit Jahresanfang konnte das deutlich profitablere Edelmetall immerhin um 25 Prozent zulegen. Der Brexit in Großbritannien brachte einen erneuten Aufschwung für das gelbe Metall.  Je nach Währung, lag das Plus bei 35 Prozent insgesamt.

Das World Gold Council hat ebenfalls Gutes zu berichten. Die Nachfrage ist im ersten Halbjahr auf einen neuen Rekord geklettert. Sie stieg um knapp 16 Prozent an, was 1.063,9 Tonnen Gold entspricht.

Gold ist Trumpf

Vor allem die Amerikaner wollen sich derzeit stark auf das Gold stützen. Sie setzen auf Exchange Traded Funds, welche physisches Gold in die Tresore legen, sobald sich die Nachfrage erhöht. Der Zufluss von Gold nimmt stetig zu. Vermutlich auch deshalb, weil die USA ihren Leitzins vorerst nicht weiter anheben will. Ganz zur Freude der ETFs, die 580 Tonnen Gold binnen sechs Monaten erhalten haben. Diese Fonds sind nun 93 Milliarden Dollar schwer.

Neben dem Gold in Tresoren, setzen die Anleger auch auf Münzen und Barren. Die Europäer sicherten sich hier 45 Tonnen Gold im ersten Halbjahr. Durch die insgesamt 485 Tonnen Gold entstand eine solide Nachfrage für das Edelmetall. Deutschland ist dabei einer der Hauptabnehmer.