Die Nvidia-Aktie dürfte 2025 in die Höhe schnellen, und das nicht nur, weil der KI-Boom an Fahrt gewinnt. Nvidia war schon 2023 die Aktie mit der besten Performance im S&P 500 und ist 2024 das viertbeste Mitglied des Index seit Jahresbeginn. Der Aktienkurs ist in diesem Zeitraum um stolze 845 % gestiegen. Dies ist auf ein starkes Gewinnwachstum zurückzuführen, welches durch die enorme Nachfrage nach seinen Grafikprozessoren (GPUs) angetrieben wurde.
Warum sich jetzt ein Investment lohnen könnte
Nvidia ist erneut bereit, 2025 marktübertreffende Renditen für die Aktionäre zu erzielen. Der offensichtlichste Grund ist seine Führungsposition bei Beschleunigern für künstliche Intelligenz (KI), einem Markt, in dem die Ausgaben laut Grand View Research bis 2030 jährlich um 29 % steigen sollen. Aber es spielen auch weniger offensichtliche Faktoren eine Rolle. Nvidia meint, die Nachfrage nach seiner Blackwell-GPU sei „atemberaubend“.
Forrester Research-Analysten unter der Leitung von Mike Gualtieri schrieben kürzlich: „Ohne Nvidias GPUs wäre moderne KI nicht möglich.“ Es gibt zwei Gründe, warum das Unternehmen so dominant geworden ist:
- Nvidia-GPUs werden von einem unübertroffenen Ökosystem von Softwareentwicklungstools namens CUDA unterstützt.
- Nvidia-GPUs übertreffen bei KI-Trainings- und Inferenzaufgaben durchweg die Leistung konkurrierender Chips.
Aufbauend auf diesem zweiten Punkt steigert Nvidia derzeit die Produktion seiner Blackwell-GPU der nächsten Generation. Die im Vergleich zur vorherigen Hopper-GPU-Architektur bis zu 4-mal schnelleres KI-Training und eine 30-mal schnellere KI-Inferenz bietet.
Das beste Produkt von Nvidia?
Darüber hinaus hat CEO Jensen Huang gesagt, die Blackwell-GPU-Architektur sei möglicherweise das erfolgreichste Produkt in der Unternehmensgeschichte und vielleicht sogar in der Geschichte der gesamten Computerbranche. Damit sind die Nvidia-Aktien bestens für marktübertreffende Renditen gerüstet, wenn die Blackwell-Verkäufe im nächsten Jahr die Umsatzerlöse erreichen.
Nvidias Bruttomarge erreichte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025, das im April 2024 endete, mit 78,4 % ihren Höhepunkt. Zugegebenermaßen steht Nvidia in Konkurrenz zu anderen Chipherstellern und sogar einigen seiner eigenen Kunden. So haben beispielsweise Amazon, Microsoft und Alphabet maßgeschneiderte KI-Beschleuniger entwickelt. Aber diesen Mitbewerbern fehlt ein Softwareentwicklungs-Ökosystem, das mit CUDA mithalten kann. Etwas, an dem Nvidia seit fast zwei Jahrzehnten arbeitet. Dies macht konkurrierende Chips für Entwickler letztlich viel weniger nützlich.
Die Aktionäre von Nvidia haben also in naher Zukunft wenig ernsthafte Konkurrenz zu befürchten. Tatsächlich meint CFO Colette Kress, dass die Bruttomargen von Blackwell nach der Produktionssteigerung im mittleren 70%-Bereich liegen sollten. Mit anderen Worten: Auch wenn die Bruttomarge in den nächsten ein oder zwei Quartalen noch etwas weiter sinken könnte, sollte sie sich danach wieder erholen. Dies widerlegt die Theorie, dass Nvidia in unmittelbarer Gefahr sei, seine Preismacht zu verlieren.