Laut einem Bericht der Analysefirma IDC, hat der chinesische Smartphone-Hersteller seinen Konkurrenten Apple erstmals übertroffen. Samsung führt, trotz rückläufiger Zahlen, immer noch den Markt an. Dahinter kam es nun aber zu einem Positionswechsel.

Huawei weltweit Nummer Zwei

Aus der Berechnung geht hervor, dass Huawei im letzten Quartal 54,2 Millionen Endgeräte verkaufen konnte. 41 Prozent mehr Absatz als noch im Vorjahreszeitraum. Apple hat hingegen „nur“ 41,3 Millionen Stück vom iPhone & Co absetzen können. Samsung erzielte hingegen 71,5 Millionen Verkäufe. Ein Minus von gut zehn Prozent.

Somit scheint sich der Mobilgeräte-Markt gewandelt zu haben. Apple erhält mit Huawei einen aufstrebenden Mitbewerber. Das schon länger angekündigte Ziel der chinesischen Firma, nämlich die weltweite Nummer Zwei zu sein, gilt damit als erfüllt. Wobei Apple durchweg nur hochpreisige Smartphones verkauft und somit größere Gewinnspannen einfährt. Huawei bietet dagegen eine breite Palette von günstigen und mittelpreisigen Modellen an.

iPhone weiterhin beliebt

Die konkreten Quartalszahlen von Apple belegen, dass sich das iPhone weiterhin gut verkaufen lässt. Beim Gewinn der Monate April bis Juni, erzielte der US-Konzern 11,5 Milliarden US-Dollar an Gewinn. 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Ebenso wuchs der Umsatz um 17 Prozent, womit Apple 53,3 Milliarden Dollar generierte. Der schon eben erwähnte iPhone-Absatz, stieg um ein Prozent. Mittlerweile legt ein Käufer durchschnittlich 724 Dollar auf den Tisch, um eines der Highend-Mobilgeräte zu erstehen.

Im laufenden Quartal will Apple bis zu 62 Milliarden Dollar an Umsatz generieren. Nachbörslich erhielt die Aktie ein Plus von knappen drei Prozent. Der südkoreanische Marktführer Samsung, hatte dagegen schwächelnde Zahlen verkünden müssen.

Doch Apple weitet auch andere Geschäftszweige aus. Sein iPhone-Bezahldienst, genannt „Apple Pay“, kommt bald nach Deutschland. Gegen Jahresende soll es so weit sein, erklärt Konzernchef Tim Cook. Welche Banken daran teilnehmen werden, verriet er jedoch nicht. Kunden zahlen bei diesem Service mit ihrem iPhone oder der Smartwatch über den drahtlosen NFC-Funk.