Noch fehlt es an einer offiziellen Bestätigung – doch die Gerüchteküche brodelt nun schon den zweiten Tag in Folge. Es geht darum, dass sich die Halbleiter-Spezialisten Nvidia und Intel auf eine Zusammenarbeit einigen wollen. Die positiven Auswirkungen legten sich zum Teil sogar auf Mitbewerber nieder. Doch was steckt wirklich dahinter?
Aktienkurse stiegen sprunghaft an
Im Moment können wir nur mutmaßen, weil die beiden Unternehmen der Halbleiterbranche bislang schweigen. Am Mittwoch tauchte das Gerücht auf, Nvidia wolle speziell für seine Grafikchips auf einen starken Partner wie Intel setzen. Dabei stehen sie in direkter Konkurrenz zueinander. Bislang bestätigte der Nvidia-CEO lediglich, dass er sich eine Fertigung außer Haus in naher Zukunft vorstellen könnte. Grafikchips gelten bei Nvidia als großes Zugpferd, aber auch andere Halbleiter werden hier produziert. Eine handfeste Zusage an Intel fehlt bislang noch.
Womöglich deutet sich hier ein Strategiewechsel an. Bislang beauftragt Nvidia verschiedene Firmen in Fernost. Darunter Samsung und die Taiwan Semiconductor. Intel hingegen produziert bis dato nur im eigenen Interesse. Allerdings verkündete CEO Pat Gelsinger in 2021, sein Konzern könnte auch in die Fremdfertigung einsteigen. Einen ersten Versuch gab es bereits in 2018. Doch das Vorhaben wurde schnell wieder eingestellt.
Schon allein diese Ankündigung vom Nvidia-CEO verlieh der Aktie einen Aufschwung von fast zehn Prozent. Bei Intel ging es um knappe sieben Prozent nach oben. Sogar der Konkurrent AMD schien davon zu profitieren und legte um fast sechs Prozent zu.
Die Aktien von Nvidia & Intel im Vergleich
Für Anleger stellt die Nvidia-Aktie schon seit Jahren ein cleveres Investment dar. Weniger wegen der kleinen Dividende, sondern vor allem durch das enorme Wachstumspotential. Der auf Grafikkarten spezialisierte Chip-Hersteller ist weltweit bekannt. Der Gaming-Bereich wächst stetig weiter und somit auch der Wert von Nvidia. Mit der positiven Nachricht zur möglichen Kooperation mit Intel, setzt das Wertpapier nun zu einem neuen Allzeithoch an.
Intel-Anleger freuen sich unterdessen über eine stetig wachsende Dividende. Es kam hier in den letzten 29 Jahren zu keiner Senkung. Zuletzt schüttete Intel 0,37 US-Dollar je Anteilsschein aus. Aktuell beträgt die Rendite um die 2,7%. Wobei Intel für diverse große Branchen und namhafte Firmen Chips liefert. Das Geschäft ist sehr breit aufgestellt sowie zukunftsorientiert.