Während die meisten Chip-Produzenten noch die nächsten Jahre unter Lieferengpässen leiden werden, blickt Intel optimistisch in die Zukunft. Zuversichtlich stimmen die aktuellen Zahlen und der Umstand, dass Intel selbst produziert, statt alles auszulagern. Das könnte dem US-Konzern einen großen Vorsprung verschaffen.
Intel spürt nichts von der Chip-Krise
Während anderswo die Lieferzeiten verlängert oder Aufträge gar storniert werden, läuft es bei Intel rund. Das zurückliegende Quartal brachte einen Umsatz von 19,6 Milliarden US-Dollar ein. Der Gewinn lag bei 5,06 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich damit so gut wie keine Veränderung. Intel bleibt somit während der Chip-Krise sehr stabil. Manche Segmente boomen sogar sehr stark. Zum Vergleich: Von Anfang April bis Ende Juni verkaufte Intel 40 Prozent mehr Notebook-Prozessoren.
Pro Chip verdient der Konzern zwar weniger, trotzdem gelang es ihm seine Erlöse um 6,4 Prozent zu steigern. Bedenken gibt es beim Vertrieb ganzer Rechenzentren, weil diese mit 6,45 Milliarden Dollar über neun Prozent weniger generierten.
Doch der Gesamtausblick bleibt weiterhin positiv. Intel vollzieht gerade einen längerfristigen Wandel. Im Februar wechselte Pat Gelsinger in die Führungsetage. Künftig will Intel noch mehr selbst produzieren und nicht nur neue Halbleiter entwickeln. Investoren müssen wissen, dass dies Zeit und viel Geld kosten wird. Gelsinger bestätigte, dass Intel auch Zukäufe plant, um seine Kapazitäten schneller auszubauen.
Mit mehr Eigenproduktion kann Intel Lieferengpässe besser abfedern. Konkurrenten wie AMD lagern ihre Herstellung komplett aus und haben derzeit das Nachsehen. Die zunehmende Digitalisierung erhöht die Nachfrage und da ist es wichtig flexibel zu sein.
Kurzer Analyse-Check zur Intel-Aktie
Das Wertpapier genießt seit vielen Jahren ein recht stabiles Kurwachstum. Rücksetzer werden stets zügig ausgeglichen und bald darauf erreicht die Aktie ein neues Allzeithoch. Möglich macht es die Positionierung in einer Branche, welche weltweit eine immer größere Nachfrage verzeichnet. Bei Anlegern ist die Intel-Aktie auch wegen ihrer sehr stabilen Dividende heiß begehrt. Deren Rendite liegt derzeit bei um die 2,50% und Intel hebt sie seit Jahren vorsichtig an.