Weltweit vorherrschende Konjunktursorgen und Lieferengpässe führen vielerorts zu Sparmaßnahmen. Auch der Halbleiter-Produzent Intel soll, gemäß einiger Medienberichte, darüber nachdenken. Es ginge dabei um den Abbau tausender Stellen. Der Kurznachrichtendienst Twitter überdenkt währenddessen seinen Umgang mit Kontosperren. Dies könnte eine Reaktion auf die geplante Übernahme durch Elon Musk darstellen.

Intel erwägt bis zu 20 Prozent weniger Stellen

Die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ brachte dieses Szenario ins Spiel. Eine offizielle Bestätigung durch Intel fehlt allerdings noch. Falls die Spekulationen zutreffen sollten, erwischt es zwei Bereiche besonders hart. Der schwächelnde Absatz könnte zu großen Jobverlusten im Marketing sowie Verkauf führen. Hier geht es um bis zu 20 Prozent der Anstellungen, erklärt Bloomberg unter Berufung auf Informationen aus internen Kreisen.

Momentan arbeiten für Intel etwa 114.000 Mitarbeiter. Mit der befürchteten Entlassungswelle, könnte dieser Wert in den fünfstelligen Bereich abrutschen. Anleger an den Börsen scheinen dieses Gerücht zu befürworten, da die Aktie nach Handelsschluss etwas zulegte. Für Intel sollen sich Einsparungen von bis zu 15 Prozent ergeben, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Das entspräche einer Summe von ca. 30 Milliarden US-Dollar. Hierbei ist zu vermuten, dass nicht nur am Personal gespart werden soll.

Laut dem Bericht, will Intel konkrete Informationen gegen Ende Oktober verkünden. Pünktlich zur Bekanntgaben der neuesten Quartalszahlen. In den Monaten April bis Juni generierte das Unternehmen aus Kalifornien einen Verlust von 454 Millionen US-Dollar. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um 22 Prozent.

Twitter sucht nach neuen Möglichkeiten statt Kontosperren

Zeitgleich schlägt der Kurznachrichtendienst Twitter hohe Wellen. Das Hin und Her um die Übernahme durch Elon Musk ist für Anleger schwer zu ertragen. Nun scheint Twitter dem Tesla-Chef entgegenzukommen und erwägt neue Methoden bei Regelverstößen. Bislang galt die Kontosperrung als ultimatives Mittel. Selbst bei prominenten Persönlichkeiten war das Portal nicht zimperlich. Elon Musk selbst, Ex-Präsident Donald Trump und kürzlich auch der Rapper Kanye West hat es erwischt.

Musk bietet 44 Milliarden US-Dollar für Twitter. Jedoch hatte er mehrfach das Recht auf freie Meinungsäußerung kritisiert und wie der Kurznachrichtendienst damit bislang umgeht.