Viele erfahrene Anleger mischen ihr Portfolio mit Werten unterschiedlicher Risikoklassen. Neben relativ sicheren Investments (bspw. in Blue Chips), fügen sie gern noch etwas mit viel Potential bei. Bspw. fünf oder zehn Prozent in Kryptowährungen. Das Urgestein Bitcoin erfährt gerade wieder einen großen Hype. Währenddessen rutscht der Goldpreis von seinem Allzeithoch stetig ab. Doch lässt sich das Edelmetall mit dem Bitcoin ersetzen?
Bitcoin knackt die 23.000 US-Dollar
In den letzten zwei Tagen ging alles ganz schnell. Noch am Dienstag stand der Bitcoin-Kurs bei knapp unter 20.000 US-Dollar. Heute früh liegt er schon jenseits der 23.000 Dollar. Aktuell scheint die Kryptowährung kein Halten zu kennen. Seit Mitte Oktober fand damit eine Verdopplung statt. Zum Jahresbeginn lag der Kurs noch bei etwa 7.300 Dollar. Wer damals eingestiegen ist, hat seine Anlage schon verdreifacht und könnte nun mit starker Rendite aussteigen. Doch das wäre vielleicht ein Fehler.
Technisch gesehen, ist der Bitcoin in seiner Stückzahl begrenzt. Wenn erst einmal alle digitalen Stücke durch Mining gefunden worden sind, gibt es keinen Zukauf mehr. Dann wird er nur noch seinen Besitzer wechseln. Eben diese Verknappung kann ihm noch einen vielfach höheren Preis bescheren. Zeitgleich muss der Bitcoin aber praktikabler werden, um einen realen Nutzen zu erhalten. Inklusive niedrigerer Gebühren, um das Zahlungsmittel massentauglich zu machen.
Das Risiko nicht vernachlässigen
Insofern steckt im Bitcoin viel Potential, aber zeitgleich muss er noch weitere Hürden nehmen. Anleger sollten nicht zu viel ihres Geldes auf ihn setzen, wenn sie das Risiko scheuen. Welches durchaus real ist. Als die Corona-Krise im Frühjahr Fahrt aufnahm, stürzte der Kurs ebenso wie bei vielen Aktien ab.
Schon Ende 2017 nahm der Bitcoin Anlauf zur wichtigen 20.000er-Marke. Jedoch stürzte er danach stark ab und kämpfte zwischenzeitlich darum, nicht unter 3.000 US-Dollar zu fallen. So eine Achterbahnfahrt kann kaum ein Wertpapier oder andere Anlageform vorweisen. Investoren sollten sich dieser Gefahr stets bewusst sein.
Zwar hat der Goldpreis eine ähnliche Geschichte hinter sich, doch er wird von deutlich mehr Anlegern gestützt. Ein direkter Vergleich ist aus mehreren Gesichtspunkten nicht möglich. Wer mag, kann sich von beiden Möglichkeiten ein bisschen ins Depot legen. Das wäre dann ein Mix aus konservativem Gold-Investment und dem Bitcoin als potentielles Vielfaches der Einlagesumme.