Als Anleger ist man ja stets auf der Suche nach neuen Trends und hält seine Augen offen für Innovationen. „Graphen“ könnten genauso ein Geheimtipp für die nahe Zukunft sein. Es handelt sich dabei um ein Material welches nur eine Atomschicht dick ist und dennoch rechnen sich die Entwickler grosses Potential für diverse Anwendungsbereiche aus. Für Investoren ist es wichtig zu wissen in welchen Unternehmen derzeit an der Verarbeitung von Graphen geforscht wird.
Neues technologisches Wundermaterial
Im Englischen heissen sie „Graphene“ und es handelt sich dabei um eine schmale Schicht von Kohlenstoffatomen im kristallinen Zustand. Man stelle sich einen Bleistiftstrich vor, nur noch dünner und obwohl Graphen nur aus einer Schicht Atome besteht, ist es bis zu 300 Mal fester als Stahl und damit auch härt als ein Diamant. Gleichzeitig bleibt das Material aufgrund seiner „Dicke“ unglaublich flexibel und über die Oberfläche lässt sich Strom leiten. Absolut überzeugende Eigenschaften, wofür es auch schon den Nobelpreis gab. Doch wie realistisch ist die Verwendung von Graphen im Alltag und lohnt es sich in produzierende Firmen zu investieren?
Die EU-Kommission nennt es das „Wundermaterial des 21. Jahrhundert“ und förderte die Entwicklung in 2013 mit einer Milliarde Euro. Zumindest hier scheint das grosse Interesse bereits ausgebrochen zu sein. Doch bis Graphen genauso anerkannt und wichtig ist wie Stahl bedarf es noch einiges an Zeit. Das Potential besteht vor allem für die Halbleiter-Hersteller. Dank der hervorragende Leitfähigkeit wären „Superbatterien“ denkbar, man könnte Solarzellen verbessern und allgemein Fahrzeuge optimieren.
Wer produziert Graphen bereits?
Der Hype steht vielleicht schon in den Startlöchern, also brauchen Anleger ein paar Namen der neuen Branche. Interessant wäre bspw. das deutsche Unternehmen „Aixtron“, denn hier wird ein System zur Verarbeitung von Graphen hergestellt. «Graphen und Nanomaterialien wie Kohlenstoff-Nanoröhren und Kohlenstoff-Nanodrähte werden in Zukunft in vielen Anwendungen, wie Displays, Energiespeichern und Halbleitern zum Einsatz kommen“, hiess es im letzten Bericht von Aixtron.
Auch Samsung hat Graphen schon für sich entdeckt. Hier soll es bereits erste Erfolge bei der Herstellung gegeben haben. Aber auch IBM, Intel, Sony und Nokia sind schon angefixt. Smartphones, Tablets und PCs könnten auf diese Weise leistungsfähiger und noch platzsparender konzipiert werden.