Seit Ende letzten Jahres sind alle Technik-Nerds in heller Aufregung. Die Künstliche Intelligenz hat einen großen Schritt nach vorne gemacht. Textroboter, auch intelligente Chat-Bots, bahnen sich ihren Weg ins WWW. Der bekannteste Name ist hierbei ChatGPT. Ein auf der OpenAI basierendes Programm, welches mit dem Nutzer kommuniziert. Die KI beantwortet Fragen, schreibt Einleitungen für Aufsätze und erstellt Inhaltsverzeichnisse. Doch dies soll erst der Anfang sein.
Microsoft hat erneut sein Interesse an der Technologie bekundet. Bislang hatte der Techkonzern schon eine Milliarde US-Dollar in OpenAI investiert. Anfang Januar wurde eine weitere Finanzspritze bekanntgegeben. Microsoft möchte ChatGPT unter anderem in seine Bing-Suchmaschine integrieren. Als Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Branchenprimus Google. Dieser liefert nun die Antwort darauf und hält wohl gleich mehrere KI-Anwendungen parat.
Was die Google KIs leisten sollen
Seine Initiative gegen die Kampfansage von Microsoft unterteilt Google in drei Abschnitte:
- Seinen hauseigenen Chatbot namens „Bard“.
- Eine verbesserte Suchmaschine mit KI-Funktionen.
- API-Schnittstellen für Programmierer, die KI-Anwendungen entwickeln.
Google setzt auf sein Sprachmodell „Lamda“, welches ebenfalls auf einer KI-Steuerung basiert. Die Abkürzung steht für „Language Model for Dialogue Applications“ und stellt laut dem Management einen bahnbrechende Gesprächstechnologie dar.
Lamda verlor dann das Interesse der Öffentlichkeit. Jedoch wird sein Nachfolger „Bard“ diese Grundlage fortsetzen. Momentan läuft eine Testphase mit ausgewählten Nutzern. In wenigen Wochen soll Bard dann für alle verfügbar sein und ChatGPT zugleich unter Druck setzen.
Bei den Google-Suchergebnissen soll die Künstliche Intelligenz bestimmte Funktionen bieten. Bspw. um komplexe Inhalte leichter zusammenfassen zu können. Allerdings wächst auch die Sorge vor Missbrauch und Betrug. ChatGPT, Bard und andere Chatbots auf KI-Basis sind nicht frei von Fehlern.
Baidu.com plant eigene Chat-KI
Wie es ausschaut, will auch der chinesische Internetkonzern Baidu.com in diesem Geschäftsfeld mitmischen. Die hauseigene Entwicklung soll auf den Namen „Ernie Bot“ hören. Eine Kurzform für „Enhanced Representation through Knowledge Integration“. Daran arbeitet das Unternehmen bereits seit 2019 und hat seine Chat-KI stetig erweitert.
Ernie Bot soll in der Lage sein, Sprache zu verstehen und sie eigenständig produziere zu können. Auch die Generierung von „Text zu Bild“ sei eine seiner Funktionen. Hier läuft ebenfalls die Testphase. Berichten zufolge soll er im März für die breite Nutzermasse verfügbar sein.