Seit vielen Jahren ist Microsoft für mehr als nur sein Windows-Betriebssystem bekannt. Ein nicht weniger lukratives Geschäft hat sich der Konzern mit seiner Videospiel-Konsole Xbox aufgebaut. Seit einigen Monaten ist bekannt, dass Microsoft den Spielentwickler Activision Blizzard übernehmen möchte. Allerdings steht dieser Deal nun wegen kartellrechtlicher Bedenken auf der Kippe.
FTC befürchtet zu große Marktmacht
Denn jetzt wurde seitens der US-Handelsaufsicht und Verbraucherschutzbehörde FTC eine Klage gegen die Übernahme eingereicht. Microsoft will für diesen Zukauf nicht weniger als knapp 69 Milliarden US-Dollar investieren. Die FTC beklagt, dass dadurch eine zu große Marktmacht im Bereich der Spielkonsolen entstehen würde.
Brad Smith, seines Zeichens ein Manager bei Microsoft, bleibt optimistisch: „Wir begrüßen die Gelegenheit, unseren Fall vor Gericht zu präsentieren.“ Für ihn besteht kein Zweifel an einer bald gelungenen Übernahme von Activision Blizzard. Im Januar kündigten beide Unternehmen diesen Deal an.
Microsoft hat mit seiner Xbox eine eigene Spielkonsole geschaffen und das recht erfolgreich. So haben in 2021 knapp 490.000 Stück der Xbox One den Besitzer gewechselt. Activision Blizzard liefert dazu einige sehr erfolgreiche Videospiele. Angefangen beim allseits beliebten „Candy Crush“ und fortgeführt bei reichweitenstarken Egoshootern ala „Overwatch“ und „Call of Duty“. Für Microsoft wäre es nicht die erste Übernahme dieser Art. Bereits das Sandbox-Spiel „Minecraft“ sowie die Kultserie „Doom“ konnte sich der Konzern einverleiben.
Angesichts des großartigen Potentials bei dieser Fusion, dürfen die Risiken nicht unter den Tisch fallen. Der Spielentwickler landet nicht mit jedem neuen Titel einen Volltreffer. Zum Jahresbeginn kamen jedoch verstärkt Gerüchte zu Diskriminierungen sowie Belästigungen bei Activision Blizzard auf. Ein Problem, welches bis heute nicht vollständig geklärt zu sein scheint.
Neben der FTC in den USA beobachten auch die Wettbewerbshüter in Großbritannien sowie der EU den Deal. Noch steht hier also nichts fest.
Microsoft-Aktie ist bei Anlegern beliebt
Gelingt die Übernahme, dürfte die Aktie von Microsoft steigen. Activision Blizzard betreibt ein Milliardengeschäft mit guten Wachstumschancen. Schon jetzt ist das Wertpapier vom Windows-Erfinder bei Anlegern beliebt.
Aus Sicht der Dividenden zahlt Microsoft nur etwa 1% als Rendite an seine Investoren zurück. Jedoch steigt diese Ausschüttung in großen Schritten voran. In den letzten zwölf Jahren wurde die Dividende durchschnittlich um knappe 12% pro Jahr angehoben.