In den USA werden diese Woche verschiedene Daten zu aktuellen Konjunkturlage veröffentlicht. Hinzu kommt die nächste Sitzung der Federal Reserve. Der Leitzins dürfte weiter steigen und somit die US-Börsen erneut unter Druck setzen. Zum Ausgleich braucht es gute Prognosen aus anderen Bereichen.
Leitzins dürft um 50 Basispunkte steigen
Obgleich sich ein wenig Entspannung bei der US-amerikanischen Inflation abzeichnet, werden die Währungshüter den nächsten Schritt gehen. Allerdings wird mit einer weniger starken Anhebung gerechnet. In diesem Jahr hat die Fed bereits viermal eine Steigerung um 0,75 Prozentpunkte gewagt. Am Mittwoch sitzen die Mitglieder wieder zusammen und fassen ihren nächsten Beschluss. Mit hoher Wahrscheinlichkeit geht es dann um weitere 50 Basispunkte rauf. Momentan liegt der Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent.
Je weiter die Zinsen steigen, desto attraktiver werden klassische Geldanlagen. Wie das Tagesgeld und eben auch ein Festgeldkonto. Allerdings heben die meisten Banken ihre Verzinsung nicht direkt an. Der gewünschte Effekt hält erst einige Woche danach Einzug. Viele Geldhäuser könnten aber den bevorstehenden Jahreswechsel nutzen, um ihre Finanzprodukte anzupassen. Darunter auch Bausparverträge und Lebensversicherungen. Die daraus entstehenden Nachteile für die Börse setzen dann mit dem Frühjahr ein.
Doch vor der Fed-Sitzung gibt es am morgigen Dienstag frische Daten von den Verbraucherpreisen. Nachdem am vergangenen Freitag die Erzeugerpreise erneut nachgegeben haben, liegt die Hoffnung auf einer weiteren Abschwächung für die Konsumenten.
Was diese Woche noch ansteht
Zeitgleich zur den Verbraucherpreisen werden die neusten Daten zu den Realeinkommen in den USA veröffentlicht. Ein ebenso wichtiger Faktor, um die wirtschaftlichen Entwicklung analysieren zu können. Am Mittwoch liegt uns dann der aktualisierte Ex- und Importpreisindex vor. Sie nehmen unter anderem Bezug auf den internationalen Güterverkehr und wie sich Branchen in dieser schweren Zeit behaupten können.
Am Donnerstag erscheinen die nächsten Berichte zur Industrieproduktion, den Lagerbeständen sowie zum Einzelhandelsumsatz. Plus die Anzahl der Erstanträge für Arbeitslosenhilfe in den USA. Zum Abschluss der Woche kennen wir dann den jeweiligen Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe sowie Dienstleistungen.
Angesicht der anstehenden Informationswelle ist es ratsam, erst einmal den Ball flach zu halten. Genau so reagierten die US-Indizes heute in weiten Teilen.