Der heutige Titel klingt nach einer ungewöhnlichen Mischung. Dennoch waren es jene zwei Sektoren am gestrigen Handelstag, welche mit das größte Plus verzeichneten. Dem Ölpreis gelang es viel Boden gut zu machen. Währenddessen schlugen Anleger vor allem bei Tech-Aktien zu.

Ölpreis geht deutlich nach oben

Um den Ölpreis weltweit zu stabilisieren, wird die Opec+ höchstwahrscheinlich ihre Förderung abermals kürzen. Sie möchte damit unter anderem auf die gesunkene Nachfrage reagieren. Täglich könnte es somit mehr als eine Million Barrel weniger werden. So entschieden ging die Opec+ zuletzt zum Beginn der Corona-Krise vor.

Das West Texas Intermediate (WTI) reagierte mit einem Kurssprung von knapp drei Prozent nach oben darauf. Womit es wieder die Marke von 86 US-Dollar pro Fassen überschritt. Eine weitere Verknappung der Fördermenge ist in naher Zukunft denkbar. Erschwerend kommt der Ukraine-Krieg hinzu, welcher stärker zu eskalieren droht.

Technologiewerte auf dem Vormarsch

Nach einer flauen letzten Woche und einem ebenso mageren Montag an den US-Börsen, zeichnete sich gestern ein besseres Bild ab. Insbesondere viele Technologiewerte konnten zulegen. Die positive Stimmung machte sich vor allem bei Alphabet, Apple und Microsoft bemerkbar. Deren Aktien erfuhren zwischenzeitlich einen Zuwachs von etwa drei Prozent. Gefahren für die kurzfristigen Gewinne gehen jedoch von den steigenden Zinsen und der immer noch hohen Inflation aus.

Die unerwartet schwachen Absatzzahlen von Tesla schienen gestern vergessen. Elon Musk beflügelte zudem die Twitter-Aktie, weil er den Kurznachrichtendienst nun wohl doch aufkaufen möchte. Es bleibt bei seinem Angebot von 54,20 US-Dollar je Aktie. Rivian, ein Entwickler von E-Autos, überraschte mit hohen Umsatzzahlen im zurückliegenden Quartal.

Der Dow Jones Index konnte den Handelstag mit 2,8 Prozent im Plus beenden. Er steht damit nun wieder über 30.300 Punkten. Für den S&P 500 ging es um mehr als drei Prozent rauf. Noch etwas besser Stand der Nasdaq zum Börsenschluss da.

Ein wenig Euphorie herrschte dahingehend, dass die US-Notenbank ihre Zinsschritte in naher Zukunft kleiner wählen könnte. Während dazu eine offizielle Bestätigung fehlt, stützt sich diese Hoffnung auf schwache Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten.