In den vergangenen Tagen gab es kaum Nachrichten zu Rohstoffen sowie dem Ölpreis. Stattdessen konzentrierten sich die Analysen auf gehypte Aktien wie jene von Gamestop. Ebenso wurden abseits des Bitcoins andere Kryptowährungen zu den neuen Lieblingen der Anleger auserkoren. Währenddessen litt der Goldpreis unter anderem durch die angehobenen US-Renditen. Auch Rohöl konnte in der vergangenen Woche nicht wirklich Boden gut machen. Dies scheint sich am heutigen Montagmorgen zu ändern.
Unsteter US-Arbeitsmarkt
Für den Januar zeichnete die zuständige US-Behörde ein besseres Bild über den Arbeitsmarkt ab. Die Zahl der Neuanträge auf staatliche Unterstützung entsprach ungefähr den Erwartungen. Leider gab es dazu eine starke Nachkorrektur für den Dezember. Mit 227.000 Anträgen waren es etwa 87.000 mehr als ursprünglich angegeben.
Während die neuesten Daten zur Inflation aus Deutschland, China und den USA gewartet wird, ist der Blick auf die Gold-ETFs stets ein Indikator. In der vergangenen Woche ergab sich dort ein düsterer Ausblick. Die Abflüsse resultierten in einem Minus von 3,62 Tonnen des Edelmetalls. Auch der starke Dollar und dessen vermutlich weitere Entwertung, dürften Anleger wieder vermehrt Gold kaufen lassen.
Mehr Öl-Bohranlagen in Betrieb
Zum Ende der letzten Woche traf noch ein Bericht aus dem Ölsektor ein. Der Dienstleister Baker Hughes erklärte, dass nun wieder vier weitere Bohranlagen in Betrieb sein. Womit die Zahl auf 299 stieg. Theoretisch hätte dies zu einem leichten Verfall des Ölpreises führen sollen. Doch es kam zu keiner Korrektur. Vermutlich deshalb, weil zur selben Zeit die Nachfrage durch das neue US-Hilfspaket beflügelt wurde.
Am frühen Morgen schaffte es der nächstfällige WTI-Future auf 57,43 US-Dollar. Auch bei der Nordseesorte Brent legte das Gegenstück leicht zu und kostete 59,89 Dollar. Kurzzeitig schaffte man es hier sogar über die 60 US-Dollar.
Insgesamt scheint der Ausblick bei vielen Unternehmen optimistischer. Die weltweit angelaufenen Impfkampagnen gegen Covid-19 könnten ihren Teil dazu beigetragen haben. Außerdem erklärte die Internationale Energieagentur, dass sich die Lagerbestände von Rohöl schmälerten. China scheint währenddessen die Viruskrise gut im Griff zu haben und verkündet ein gutes Wirtschaftswachstum.