Aller Diplomatie zum Trotz, hat Wladimir Putin den Angriff auf die Ukraine eingeleitet. Seit einigen Stunden rücken seine Streitkräfte von mehreren Flanken an. Weltweit sorgt dieses Vorgehen für Erschütterung. Wir haben 2022 und abermals stehen viele Menschenleben auf dem Spiel. Der Rubel wird dafür sofort abgestraft, während der Ölpreis über eine wichtige Grenze springt. An den Börsen herrscht ein großer Ausverkauf.

Ölpreis über 100 US-Dollar nach TV-Ansprache

Putin hat sein Vorgehen offiziell während einer TV-Ansprache verkündet. Die Eskalation ist damit nicht mehr abzuwenden. Viele Aktienwerte haben danach die Flucht nach unten angetreten. Gestiegen ist hingegen der Ölpreis. Er schaffte es zeitweise über 100 Dollar je Barrel. Diese Marke knackte das schwarze Gold zuletzt vor fast acht Jahren. In der Spitze kostete die Nordseesorte Brent stolze 103,10 US-Dollar.

Die klaren Worte Putins, das ukrainische Militär solle alle Waffen niederlegen oder es drohe Vergeltung, wühlen derzeit Politiker aus Europa und den USA auf. An der Moskauer Börse legte man die Arbeit nieder. Der Rubel stürzte um fast sechs Prozent ab. Der Zeitpunkt dieser geopolitischen Auseinandersetzung könnte ungünstiger nicht sein. Weltweit kämpfen die Notenbanken gegen eine hohe Inflation. Zinserhöhungen stehen im Raum. Russland befeuert nun eine Verzögerung, sodass die Teuerungsrate noch länger auf hohem Niveau bleiben könnte.

Panikverkäufe an den Börsen

Anleger beobachteten die politischen Nachrichten in den vergangenen zwei Wochen sehr intensiv. Natürlich wurde gehofft, dass sich eine Lösung auf diplomatischem Weg findet. Doch Putin hat nun ein klares Zeichen gesetzt und scheut die Gewalt nicht. „Panikverkäufe“, so lautet das Stichwort seit wenigen Stunden an den Börsen. Diese dürften erst begonnen haben und sich in den nächsten Tagen fortsetzen. Wie immer mit unbekanntem Datum, wann der Tiefpunkt erreicht ist.

In den USA hatte man wohl schon den Konflikt erwartet. Bereits am Mittwoch sackten die Kurse vom Dow Jones, dem S&P 500 sowie dem Nasdaq ab. Einzig der Goldpreis gewann wieder mehr Investoren. Die Feinunze schaffte es im frühen Handel auf annähernd 1.950 US-Dollar.

Auch vor den Kryptowährungen machten die Unsicherheiten nicht halt. Allein der Bitcoin verlor acht Prozent und sackte unter 35.000 US-Dollar ab. Beim Ether ging es sogar 12 Prozent abwärts. Weitere Kryptowährungen verloren zum Teil noch mehr. Womit sich nicht nur zeigt, wie volatil sie sind, sondern das die gewünschte Unabhängigkeit zum regulierten Finanzmarkt keinesfalls der Realität entspricht.