Lange Zeit galten an den US-Börsen die anstehenden Erhöhungen der Leitzinsen als bereits eingepreist. Zum Wochenstart zeigt sich nun jedoch, dass die Analysten und Investoren nun zunehmend besorgt sind. Die Währungshüter der Notenbank Fed planen weitere Verschärfungen ihrer Geldpolitik. Zeitgleich steigen die Energiepreise weiter und noch ist kein Ende in Sicht.

US-Indizes bewegten sich am Montag kaum

In den USA wurde am gestrigen Montag bereits wieder an den Börsen gehandelt. Dort gilt der Ostermontag nicht als Ruhetag, wie es bspw. in Deutschland der Fall ist. Trotzdem bewegten sich die US-Indizes kaum. Mit 34.412 Punkten erlebte der Dow Jones bspw. nur eine Veränderung von minus 0,1 Prozent. Insgesamt wirkte die Börse etwas schwächer als zum Ende der Vorwoche.

Die geopolitischen Auseinandersetzungen rund um Russland und die Ukraine stehen weiter im Mittelpunkt. Ebenso die steigenden Energiekosten. Beides zusammen ergibt einen unvorhersehbaren Mix an Unsicherheiten, wie sich all dies auf die Wirtschaftslage auswirken könnte. Einziger Lichtblick: Es beginnt bald die nächste Quartalssaison und speziell in den USA werden viele gute Bilanzen erwartet. Analysten gehen davon aus, dass die hohe Inflation von den meisten Unternehmen gut gepuffert werden konnte.

Dagegen spricht die weiterhin angespannte Lage rund um die Geldpolitik der Fed. Fest steht, dass die Leitzinsen noch in diesem Jahr erneut steigen werden. Wie oft und in welcher Höhe, darüber sind sich die Währungshüter noch uneins. Einen sehr energischen Vorschlag liefert der US-Notenbanker James Bullard. Er ist zuständig für St. Louis und schlägt einen Zinssatz von 3,5 Prozent zum Ende des Jahrs vor. Dabei visiert er Schritte von 0,75 Punkten pro Erhöhung an. Derzeit liegt der Leitzins bei nur 0,25 bis 0,5 Prozent. Bullard begründet seine drastische Forderung mit einer drohende Rezession in den USA.

Die Gewinner des Tages

Der US-Autobauer Tesla soll wieder in seinem Werk in Shanghai produzieren können. Was die Kapazitäten für E-Fahrzeuge erhöht und an der Börse für ein Kursplus von zwei Prozent sorgte. Das erste Quartal lief für die Bank of America außerordentlich gut. Nach den neuesten Zahlen gewann das Wertpapier 3,4 Prozent hinzu. Im Verlauf dieser Woche wird es Quartalsberichte von IBM, Tesla und Netflix geben.

Über all dem schwebt der weiterhin hohe Ölpreis. Die zahlreichen Unsicherheit sowie ein möglicher Importstopp seitens der EU aus Russland, trieben den Wert des schwarzen Goldes nach oben.