Die Sparmaßnahmen greifen: Ford fährt höhere Gewinne ein. Der US-Autobauer kündigte aber sogleich an, nochmals den Rotstift zu zücken. Anlegern sind über diese Aussichten erfreut.
Nicht alle Modelle dürfen bleiben
Im Herbst verkündete Ford noch Einsparungen von 14 Milliarden US-Dollar bis 2022. Nun sollen sogar 25,5 Milliarden zusammengestrichen werden können. Damit hält der zweitgrößte US-Bauer an seinem drastischen Sparkurs fest. Weshalb man auch einige Modelle aussortieren werde, heißt es. Speziell in den USA hat sich die Nachfrage gewendet. Momentan wollen die Käufer lieber in sportlichen Geländewagen (SUVs) und Pickup-Trucks sitzen.
Traditionelle Limousinen befinden sich dagegen auf dem absteigenden Ast. Das Mittelklassemodell Ford „Fusion“ trägt in Amerika kaum noch Früchte. Deshalb werde es für Nordamerika keine Geldspritze mehr erhalten. Eine Trennung von Randbereichen soll ebenfalls stattfinden.
Ford-Aktionäre sind begeistert
Investoren hatten seit gewisser Zeit auf die zu breite Produktpalette hingewiesen. Sie drängten den Autobauer dazu profitabler zu werden. Finanzchef Bob Shanks prüfte jede Sparte des Konzerns und wurde fündig. Damit will es Ford schaffen bis 2020 eine Gewinnmarge von acht Prozent zu erzielen. Bezogen auf das weltweite Geschäft. Speziell in Nordamerika sollen es sogar zehn Prozent werden. Damit verkürzt Ford dieses Ziel um zwei Jahre.
Vor Jahresfrist erzielte der US-Autobauer nur noch 5,2 Prozent von zuvor 6,4 Prozent im vergangenen Quartal. In jüngster Vergangenheit drückten vor allem die steigenden Rohstoffpreise die Entwicklung. Diese gilt es auch für das laufende Jahr im Auge zu behalten.
Für das erste Quartal stieg der Gewinn um rund neun Prozent und notierte bei 1,74 Milliarden Dollar. Hier spielte allerdings die Steuerentlastung durch Trumps Reform eine Rolle. Sieben Prozent mehr Umsatz erzielten 42 Milliarden Dollar.
Ford-Aktionäre sind begeistert und ließen das Wertpapier nachbörslich um 2,6 Prozent steigen.