Seit seiner Gründung im Jahr 2006 gelang es Twitter nun erstmals schwarze Zahlen zu schreiben. So verkündete es der Konzern aus San Francisco. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Wären da nicht die stetig sinkenden Nutzerzahlen. Anleger lässt der Jahresgewinn kalt. Sie schicken das Wertpapier kurzzeitig auf eine neue Talfahrt.

„Unsere langfristige Strategie funktioniert“

Es gehört eben mehr dazu als nur Gewinn zu erzielen. Ein guter Ausblick auf die weitere Entwicklung ist ebenso wichtig. Doch Firmenchef Jack Dorsey gibt sich trotzdem optimistisch: „2018 ist der Beweis, dass unsere langfristige Strategie funktioniert.“ Dabei hat die Aktie zum Handelsstart gleich mal zehn Prozent an Boden verloren. Mittlerweile sieht es nicht mehr ganz so dramatisch aus.

Die verhaltene Reaktion der Investoren ist verständlich. Twitter kündigte für das laufende Quartal einen Umsatz von bis zu 775 Millionen Dollar an. Für die Wall Street eine viel zu schlechte Prognose.

Es stellt sich die Frage warum der Kurznachrichtendienst so tief stapelt? Im letzten Quartal 2018 erzielte Twitter knapp 909 Millionen Dollar und damit 24 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Beim Überschuss ging es von 91 putty user manual ,1 auf 255,3 Millionen Dollar nach oben. Dabei wurden die Erwartungen sogar übertroffen. Doch nun will Twitter erst einmal kleinere Brötchen backen.

Es braucht mehr aktive Nutzer

Wer nicht gerade US-Präsident Donald Trump, einem berühmten Pokerspieler oder anderem VIP folgt, meidet Twitter wohl. Da scheinen es andere soziale Netzwerke besser zu machen. Twitter gab an, dass man im Vorquartal 126 Millionen täglicher Nutzer erfassen konnte. Immerhin ein kleines Wachstum von 1,6 Prozent. Doch mit seinen 186 Millionen kann Snapchat bereits mehr bieten. Ganz zu schweigen von den 1,52 Milliarden Nutzern bei Facebook.

Außerdem muss angemerkt werden, dass die Zahl der monatlich aktiven Nutzer auf 321 Millionen sank. Dieser Negativtrend besteht seit geraumer Zeit. Twitter will seine Monatszahlen nun nicht mehr veröffentlichen und büßt somit an Transparenz ein.

Womöglich möchten die Nutzer lieber auf einer Plattform verweilen, welche weniger im politischen und medialen Fokus steht.