Wirkt es sich negativ aus, wenn US-Präsident Donald Trump für Aufsehen sorgt? Leidet der Tourismus darunter und verzeichnet deshalb schlechtere Zahlen? Viele Analysten fürchten um diesen „Trump-Effekt“ und das mit ihm bestimmte Aktien an Wert verlieren werden. Ganz andere Meinungen behaupten, dass die USA in 2017 als Urlaubsziel so gefragt wie noch nie sei. Was stimmt denn nun?

Trump Bump oder Trump Slump?

Diese zwei Begriffe machen nun immer öfter die Runde. Der Trump Bump spricht für einen Boom der amerikanischen Tourismusbranche. Beim Trump Slump weist er einen Rückgang auf. Alles was der Präsident sagt, könnte Auswirkungen auf die Reiselust von Urlaubern aus anderen Ländern haben.

New Yorks Tourismusagentur NYC & Company hat ihre Prognosen schon einmal gesenkt. 300.000 weniger Besucher sollen in 2017 in Big Apple unterwegs sein. Angesichts der 12,7 Millionen Touristen aus 2016, ist dies kaum der Rede wert. Jedoch müssten erst noch die konkreten Zahlen vorliegen, bevor man Genaueres sagen kann.

Im Juni lag die Hotelauslastung in New York bei 92 statt 91 Prozent. Hierbei gibt es aber keine Unterscheidung zwischen einheimischen und ausländischen Gästen. Und dann wäre noch der starke Dollar zu erwähnen. Er verteuert die Reisen in die USA. Wobei im Moment der Euro immer mehr an Wert gewinnt.

15 Prozent mehr US-Urlauber in Slowenien

Den negativen Nachrichten zum US-Tourismus will Chris Thompson entgegenwirken. Er arbeitet als Präsident der Brand USA. Jenes Unternehmen, welches als offizielle Tourismusagentur ausgewiesen ist. „Es gibt keinen Trump Slump und keinen Trump Bump. Tourismus kann die Politik überwinden“, erklärte Thompson. Allein im Mai seien die Urlaubszahlen, für alle die in die USA kommen, um 5,2 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Der Chef von Brand USA erwartet sogar einen neuen Rekord. Ungefähr 78,6 Millionen ausländische Besucher sollen es sein.

Einen positiven Effekt scheint die Debatte jetzt schon zu haben. Seitdem Donald Trump der neue Präsident der Vereinigten Staaten ist, hat die Zahl der slowenischen Touristen um 15 Prozent zugenommen. So berichtet es zumindest der Sender Fox, der sich auf das slowenische Statistikbüro beruft. Der Effekt sei deshalb auf die USA zurückzuführen, weil die First Lady Melania in Slowenien beheimatet ist. Rund 1,9 Millionen Besucher waren es im ersten Halbjahr 2017. Das Wachstum entspricht dabei den Zahlen vom Sender Fox.