Die Opioid-Krise in den Vereinigten Staaten beschäftigt seit vielen Jahren die Gerichte. Nun gab es ein wichtiges Urteil aus Cleveland, welches schwere Folgen für den Einzelhandel parat hält. Betroffen sind die Handelsunternehmen, Walmart, Walgreens sowie CVS. Ihnen wird eine Mitschuld an dem Suchtmittelproblem in den USA vorgeworfen. Weshalb sie sich finanziell beteiligen müssen, um die entstandene Krise im US-Bundesstaat zu bewältigen.

Süchtig machende Schmerzmittel zu wenig kontrolliert

Konkret geht es darum, dass über die Apotheken der genannten Konzerne unzählige Schmerzmittel verkauft wurden. Allerdings ohne eine ausreichende Kontrolle bei den Verbrauchern. Auf diese Weise erhielten zahlreiche Konsumenten leichten Zugang zu süchtig machenden Präparaten.

Auf eine Mitschuld hatten zwei Landkreise in Ohio geklagt. Ginge es nach diesen, hätten die Konzerne mehrere Milliarden als Entschädigung zahlen müssen. Der zuständige Richter verkündete allerdings eine Geldbuße von „nur“ 650 Millionen US-Dollar. Nicht wenige der Opioid-Konsumenten haben die Präparate überdosiert eingenommen.

Das Gericht erkannte jedoch nur eine Teilschuld an und minderte deshalb die Schadenssumme. Außerdem muss der Betrag über einen Zeitraum von 15 Jahren getilgt werden. Walmart & Co wollen dies nicht auf sich sitzen lassen und kündigten Berufung an. Ihrer Meinung nach, kam es nur zum Verkauf von Medikamenten, welche auf ärztliche Anordnung ausgegeben wurden.

Das Thema ist sehr ernst und nagt am Image der Einzelhandelsketten. Gemäß der US-Gesundheitsbehörde CDC, hat die Opioid-Krise schon über einer halben Million Menschen das Leben gekostet. Über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten ging dazu eine Reihe von Klagen ein. Meistens an die Hersteller und Großhändler gerichtet, seltener an die Apothekenketten.

Cisco hat Lieferprobleme weitestgehend gelöst

Positiv war hingegen der jüngste Bericht vom US-Netzwerkausstatter Cisco. Das Quartal bis Ende Juli generierte Erlöse von 13,1 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht etwa dem Niveau vom Vorjahreszeitraum, während der Gewinn um sechs Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar schrumpfte. Analysten hatten mit weitaus schlechteren Zahlen gerechnet.

Die Probleme mit den gestörten Lieferketten belasten den Konzern nicht mehr so stark, teilte die Geschäftsleitung mit. Cisco vertreibt in erster Linie Router und Switches, welche die Basis für den täglichen Datenverkehr im Internet bilden. Zeitgleich stellt Cisco seine Videokonferenz-Software Webex bereit. Das Wertpapier legte nachbörslich über vier Prozent zu und bei über 48 US-Dollar das Stück.