Der US-Einzelhandelsriese Walmart gibt gut laufende Geschäfte bekannt. Neue Quartalszahlen geben einen positiveren Ausblick als bislang angenommen. Vor allem durch den virtuellen Handel wächst das Unternehmen stark weiter. Weshalb die Gewinnprognose nach oben korrigiert wurde. Ob sich der Trend beibehalten lässt, will Walmart aber nicht versprechen. Dafür gäbe es zu viele Variablen mit unvorhersehbaren Schwankungen.
Robuste US-Wirtschaftet macht sich bemerkbar
Am 26. Oktober endete bei Walmart das dritte Geschäftsquartal. Dazu liegen nun die Zahlen vor, welche Anleger und Analysten überrascht haben. Beim bereinigten Wachstum ging es in den USA um 3,4 Prozent nach oben. Stärkstes Zugpferd will in absehbarer Zeit der Online-Handel werden. 43 Prozent mehr durfte der E-Commerce verbuchen. Das Gesamtwachstum fürs laufende Geschäftsjahr soll bei 3 Prozent liegen. Mit vorsichtigen Worten bzgl. des Benzin-Umsatzes, der sich nur schwer vorhersagen lässt.
Die Aktionäre zeigten sich zufrieden und ließen das Wertpapier gestern um 1,6 Prozent vor Börsenbeginn ansteigen. Vor einigen Wochen erklärte Walmart noch, dass man weniger gute Aussichten hätte. Im Einzelhandelsgeschäft erwarteten Analysten etwas mehr. Doch die Einnahmen übertrafen die Erwartungen.
124,9 Milliarden US-Dollar, so viel betrug der Quartalsumsatz und somit 1,4 Prozent mehr. Im internationalen Geschäft hätte sich Walmart höhere Erträge gewünscht. Hinzu kamen negative Wechselkurseffekte. In Großbritannien werden die Märkte mit einem Rivalen zusammengelegt. Für Brasilien entschied man sich die Kontrolle seiner Geschäfte abzugeben.
Nettogewinn um 2,2 Prozent gesunken
Mit 1,71 Milliarden Dollar erzielte Walmart 2,2 Prozent weniger Nettogewinn. Nimmt man die Sondereffekte weg, bleibt ein Gewinn von 1,08 Dollar pro Aktie. Auch hier lag der Einzelhandelskonzern leicht über den Prognosen.
Am 31. Januar endet das Geschäftsjahr von Walmart. Bis zu 4,85 US-Dollar pro Aktie sollen dann als Gewinn herausspringen. Mitte Oktober war noch von maximal 4,80 Dollar die Rede. Was auf die Übernahme von Flipkart zurückgeführt wurde. Dafür hatte Walmart 16 Milliarden Dollar investiert.