Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist für seine großen Visionen bekannt. Welche er dann mit anhaltendem Tatendrang untermauert. Auf diese Weise schuf er das größte soziale Netzwerk im Internet. Doch Zuckerberg war dies nicht genug, er wollte mehr. So entstand vor ziemlich genau einem Jahr sein Metaversum. Es sollte viel mehr sein als eine bloße Namensänderung des Konzerns. Doch wie weit ist er bis dato damit gekommen?
Metaversum kostet Milliarden
Im Oktober 2021 setzte Zuckerberg alles auf eine Karte. Statt Facebook, Instagram und Whatsapp wie gewohnt auszubauen, kommunizierte er seine Idee von Metaversum öffentlich. Die Umbenennung des Konzerns in „Meta“ kam unerwartet und es sollten große Veränderungen folgen. Doch nach einem Jahr existiert nicht viel, was Zuckerberg vorweisen kann. Medienberichten zu Folge, zweifeln auch einige Mitarbeiter an seiner großen Vision.
An der Börse sieht man die Pläne ebenso kritisch. Seit Jahresbeginn verlor die Meta-Aktie etwa 55% an Wert. Die ehemals hohe Bewertung von einer Billion Dollar ist damit in weite Ferne gerückt. Der Facebook-Gründer möchte weg von den sozialen Netzwerken im klassischen Sinne und alles zu einem gigantischen „Metaversum“ vereinen. Doch was stellt er sich darunter konkret vor? Die Wenigsten können momentan seine Zukunftsvision nachvollziehen. Fest steht jedoch, dass Meta Woche um Woche einige Milliarden US-Dollar verbrennt.
Die massiven Verluste an der Börse spiegeln nicht den Trend der Technologiebranche wider. Zwar zeigt diese ins Negative, aber die meisten Aktien sind weniger stark abgerutscht.
Meta nur ein großer Internet-Flop?
Viele visionäre Ideen wollten im Internet ganz groß rauskommen. Meta hat bis heute nichts Greifbares produziert. Die sozialen Netzwerke des Konzerns laufen regulär weiter. Vielleicht ist dieser Traum von Zuckerberg ein wenig zu abgehoben. Ginge es nach ihm, würde sich künftig fast alles in einer virtuellen 3D-Welt abspielen. Dieser würden Nutzer mit VR- und AR-Brillen beiwohnen, um sich darin frei bewegen zu können.
Unternehmen würden sich digitale Grundstücke und Präsenzen sichern. Zuckerberg möchte praktisch alles komplett neu erfinden. Weshalb er sich einiges an Spott gefallen lassen muss. Befürworter verteidigen seinen Hang zur Innovation. Nach einigen großen Schlagzeilen vom Metaversum, muss Zuckerberg nun aber auch liefern.
Immerhin stellte der Meta-Chef das neue „Oculus Pro“-Headset vor. Es kostet nur 1.500 US-Dollar und soll den Einstieg ins Metaversum erleichtern. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu herkömmlichen Spielkonsolen, bspw. der PS5, ist jedoch fragwürdig. Hinzu kommt, dass das Metaversum nach einem Jahr nur wenige tausend registrierte Nutzer kennt.