Auf das Jahr rückblickend, haben sich deutlich weniger Unternehmen an die Börse gewagt. Im Vergleich zu 2017, sank die Zahl der Anmeldungen um ein Fünftel. 1.359 Firmen verwandelten sich in Aktiengesellschaften. So geht es aus einem Bericht des Unternehmensberatung EY hervor. Deutschland trotzt dem Negativtrend und kann 18 statt zuvor 14 Börsengänge bieten.

Emissionsvolumen im Plus

Qualität vor Quantität, so sieht es zumindest bei den weiteren Zahlen aus. Denn obwohl sich nicht so viele Unternehmen aufs Parkett trauten, stieg das Emissionsvolumen. Ein Plus von sechs Prozent bedeutet, dass in 2018 rund 205 Milliarden US-Dollar verdient wurden.

Am 19. Dezember folgt noch ein Knaller vor Jahresabschluss. Die japanische Softbank will ihre Mobilfunk-Tochter an die Börse bringen. Am 19. Dezember 2018 soll es schon soweit sein. Die geschätzten Einnahmen liegen bei 21 bis 24 Milliarden US-Dollar. Für die Tokioter Börse würde dies den größten IPO in ihrer Geschichte darstellen.

Trump packt altes Streitthema aus

Einerseits scheint sich die Lage zwischen den USA und China zu entspannen. Trotz der Festnahme einer Top-Managerin von Huawei. Andererseits hat Trump somit mehr Zeit für andere Krisenherde. Nun ist er zu einem beliebten Streitthema zurückgekehrt: Die Mauer zwischen den USA und Mexiko.

Weiterhin ist es der Wunsch des US-Präsidenten, eine sichtbare Abgrenzung zwischen beiden Nationen errichten zu lassen. Um dem Nachdruck zu verleihen, droht Trump nun mit einem „government shutdown“, wenn seinen Forderungen nicht Folge geleistet wird.

Am Dienstag bekräftigte er damit bei einem Treffen mit den Demokraten seinen Standpunkt. Wobei die Debatte eigentlich auf den Haushaltskonflikt abzielte, brachte er Mexiko als Lieblingsthema ins Gespräch. Für ihn seit eine hinreichende Grenzsicherung nicht gegeben.

Das schmeckte den Börsen gar nicht. 0,2 Prozent weniger gab es für den Dow Jones, welcher den Handelstag mit 24.730 Punkten beendete. Während der S&P 500 bei 2.637 Zählern stagnierte, gewann der Nasdaq Composite 0,2 Prozent. Eine Lösung muss schnell gefunden werden, weil die Finanzierung der US-Bundesbehörden nur noch bis zu 21. Dezember gesichert ist.