Knapp zwei Jahre ist es her, da beschlossen T-Mobile US und Sprint miteinander zu fusionieren. Es folgte eine lange Auseinandersetzung mit mehreren US-Bundesstaaten, welche zum Teil noch anhält. Doch davon lassen sich die beiden Kommunikationsriesen nicht beirren. Jetzt steht eine Deadline für den Zusammenschluss fest.

Bis zum 1. April 2020 fusionieren

Der besagte Stichtag liegt gar nicht mehr so weit in der Zukunft. Am Ende entsteht ein milliardenschweres Unternehmen, welches zu den Top 3 Anbietern seiner Branche aufsteigt. Nach dem gestrigen Börsentag ist also nun bekannt, dass auf die Tube gedrückt wird. In diesem Zuge verhandelten T-Mobile US und Sprint noch einmal neu. Infolgedessen kam es zu leichten Änderungen an den Bedingungen.

Der deutsche Mutterkonzern wird 43 statt 42 Prozent am neuen Unternehmen halten. Somit profitieren auch Aktionäre des deutschen Wertpapiers. Im Moment belegen die beiden Konzerne den dritten und vierten Platz auf dem US-amerikanischen Markt. Ihre Fusion festigt diese Position und schließt die Lücke zu AT&T sowie Verizon. Zusammen kommen die beiden auf etwa 132 Millionen Abonnenten. AT&T ist mit etwas über 134 Millionen somit zum Greifen nah und Verizon liegt mit 146 Millionen nicht weit entfernt.

Mega-Deal scheint besiegelt

Die Fusion kommt nun ein Jahr nach dem anvisierten Termin zustande. Kritiker gaben zu bedenken, dass das neue Unternehmen den Wettbewerb verzerren würde. Ebenso rechnen sie mit Preiserhöhungen, während zugleich Jobs gestrichen werden könnten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Mehrere US-Bundesstaaten erhoben deshalb Einspruch gegen die Zusammenführung.

In der letzten Woche konnten die beiden Telekommunikationsanbieter einen Erfolg vor Gericht bewirken. Der Kartellrechtsprozess verlief positiv. Eine der wichtigsten Hürden ist somit gefallen.

Die lange Zitterpartie führte vor allem bei der Sprint-Aktie zu einer Achterbahnfahrt. Trotzdem hielten beide Parteien an dem ursprünglichen Mega-Deal fest. Immerhin hatten die Aktionäre schon der Fusion zugestimmt. Lediglich die Telekom erhält einen leicht höheren Anteil. Die japanische Softbank als Mehrheitseigner gibt nimmt dafür nur 24 statt 27 Prozent ein. Die restlichen 33 Prozent verteilen sich über einen Verbund von freien Aktionären.