Eines der wichtigsten Themen im Internet ist der Datenschutz. Nicht erst seit der DSGVO ist der Ottonormal-Nutzer dafür sensibilisiert. Je größer die Konzerne, desto größer das Potential für Hacker. Ein stetes Wettrüsten der IT gegen unbekannte Angreifer. Nun sind mit Twitter und Intel wieder zwei Großunternehmen in die Kritik geraten, die Daten ihrer Nutzer nicht ausreichend zu schützen.

Twitter schaltete personalisierte Werbung ohne Erlaubnis

Beim Kurznachrichtendienst Twitter wurde das Problem dieses Mal in den eigenen Reihen geschaffen. Wie viele Nutzer davon betroffen waren, ist unbekannt. Seit Mai 2018 hatten diese ihre Einstellungen zur Privatsphäre dahingehend geändert, keine personalisierte Werbung erhalten zu wollen.

Dies hätte Twitter respektieren müssen. Immerhin geht es um das Herkunftsländer, bevorzugte Themenbereiche und einiges mehr. Damit lassen sich Werbeanzeigen individuell aussenden. Was für die werbenden Firmen einen größeren Nutzen erbringt. Sie geben weniger Geld aus, um dieselbe Anzahl von Nutzern zu gewinnen. Aber auf Kosten der persönlichen Daten, welche hier nicht hätten gesammelt werden dürfen.

Dies ging über ein Jahr so, bis Twitter nun reagierte. E-Mails und Passwörter waren davon nicht betroffen. Seit Montag gibt es die Probleme nicht mehr. Dazu gab es folgendes Statement: „Sie vertrauen darauf, dass wir Ihre Auswahl einhalten, wir haben dabei versagt.“ Inklusive einem „Es tut uns leid, dass das passiert ist“.

Im vergangenen Quartal erzielte der Kurznachrichtendienst mit Werbeeinblendungen 841 Millionen Dollar. Ein Plus von 18 Prozent. Die Zahl der täglichen Nutzer stieg um fünf Millionen auf 139 Millionen an. Twitter befindet sich somit wieder im Aufwind.

Intel muss weiter nachbessern

Schon Anfang 2018 hatte Intel mit Sicherheitslücken zu kämpfen. Sie erhielten kurz darauf die Spitznamen „Meltdown“ und „Spectre“. Pfiffige Programmierer hatten sie auf den Chips des Herstellers gefunden und konnten sensible Dateien stehlen.

Intel fand Lösungen. Doch damit fanden die Probleme kein Ende. Durch die IT-Sicherheitsfirma Bitdefender wurden weitere Mängel aufgedeckt. Microsoft und andere Abnehmer der Intel-Chips haben schon mit Updates nachgeholfen, um die neue Sicherheitslücke zu schließen.

Es bedarf neuer Schutzmaßnahmen, da alle bisherigen Vorkehrungen von Intel nicht greifen. Bitdefender vermutet, dass es noch weitere Zugangspunkte bei den Chips gibt. Betroffen sind die neuesten Generationen von Prozessoren, welche mit Windows arbeiten.

Zugriff können sich wohl nur Profis verschaffen. Allerdings besteht die Chance, dass dieses Hintertürchen auch in großen Rechenzentren existiert.