Eine niedrige Arbeitslosenquote gilt als ein wichtiger Faktor, um den Zustand einer Konjunktur darzustellen. Je niedriger sie liegt, desto mehr Menschen besitzen ein Einkommen. Womit sie wiederum den Konsum beflügeln. Was im Umkehrschluss den Unternehmen und deren Anteilseignern zugutekommt. In den USA dürfte sich nun noch jemand riesig freuen. Präsident Donald Trump kann diese positive Meldung für seinen Wahlkampf gebrauchen.

Tiefstand seit 50 Jahren

Während Trump mit den Impeachment-Untersuchungen, gibt es einmal gute Nachrichten. Die Zahl der Arbeitslosen fiel im September von 3,7 auf 3,5 Prozent. Damit erreichte sie den tiefsten Stand seit 50 Jahren. Speziell für die Latinos wurde in den USA sogar ein Allzeittief erzielt.

Somit brummt die Konjunktur wieder, zumindest auf diesem Papier. Im September konnten 136.000 neue Jobs geschaffen werden. Zugleich gab es eine Korrektur für die August-Daten. Diese legten nachträglich um fast 40.000 Jobs zu.

Angesichts des kommenden Winters und der damit bedingten saisonalen Flaute in manchen Branchen, sind das starke Zahlen.

Weg von der Rezession?

Es herrscht ein Aufatmen an den Aktienmärkten. Doch ein Blick in die Details verrät, dass sich nicht alle Branchen im Aufwind befinden. Der US-Einzelhandel musste im September 11.000 Jobs abbauen. Obwohl nun langsam das Weihnachtsgeschäft beginnt. Ebenso verlor der Industriesektor 2.000 Arbeitsplätze, statt neue Jobs anbieten zu können.

Präsident Donald Trump nahm dies trotzdem zum Anlass, um sich auf Twitter zu feiern: „Wow Amerika, lasst uns unseren Präsidenten aus dem Amt entfernen (obwohl er nichts Unrechtes getan hat)“. Wie so oft, versucht er auch diesen Erfolg ganz allein für sich zu verbuchen.