Bei Volkswagen entsteht derzeit die Überlegung seine LKW-Tochter abzuspalten. Genauer gesagt geht es um „Truck & Bus“, welche als Sparte schon bald eigenständig agieren könnte. Verwirklicht VW diese Pläne tatsächlich, sollen diese mit einer neuen Notierung an der Börse beginnen. Angeblich will man diese Idee schnellstmöglich umsetzen.

Nutzfahrzeuge an die Börse bringen

Noch handelt es sich nur um Vermutungen aus verschiedenen Medienkanälen. Wobei die Tochtergesellschaft „Volkswagen Truck & Bus GmbH“ bereits existiert. Durch eine Umwandlung zur Aktiengesellschaft soll der Weg an die Börse geebnet werden. So stand es im „Handelsblatt“ unter Berufung auf konzerninterne Informationen. Wichtig sei hierbei zunächst die „Kapitalmarktfähigkeit“ herzustellen.

Volkswagen beschäftigt in dieser Sparte etwa 81.000 Angestellte. Im zweiten Schritt möchte man Investmentbanken mit der Findung von potentiellen Investoren beauftragen. Der Börsengang selbst könnte binnen eines Jahres vollzogen sein, heißt es.

205.000 Nutzfahrzeuge pro Jahr

Im Schatten von Volkswagen hat sich ein starkes Unternehmen entwickelt. Busse, LKWs, Zugmaschinen und Sattelschlepper rollen hier regelmäßig vom Band. Mittlerweile rund 205.000 Stück im letzten Jahr. Als 100-prozentige Tochter beherbergt Volkswagen Truck & Bus verschiedene Marken. Darunter MAN, Scania, Rio und Volkswagen Caminhões e Ônibus. Bekanntheit und Absatzzahlen verschaffen dem Konzern eine führende Position am Markt.

Nachdem das Gerücht zum Börsengang aufkam, war Volkswagen am Wochenende noch niemand zu einer Stellungnahme bereit. Eine VW-Sprecherin erklärte lediglich, dass dies eine „mögliche Option“ sei, so wie man es schon früher erwähnt hatte.

Angesichts seiner Größe, würde dieser Gang aufs Parkett der zweitgrößte sein, welchen Deutschland in den vergangenen Jahren gesehen hätte. Der Auffassung ist zumindest „Siemens Healthineers“. Dabei wäre mit einem zweistelligen Milliardenbetrag zu rechnen, den Volkswagen hier einstreichen könnte. Ohne dabei sogleich die Mehrheit an der neuen Aktiengesellschaft abgeben zu müssen.

Aber dafür gilt es dann noch mehrere Zustimmungen vom Vorstand und Aufsichtsrat einzuholen. Spätestens jetzt wären die Betriebsräte hinzuzuziehen, erklärte das „Handelsblatt“. Was in den nächsten Tagen geschehen soll.